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Frankfurter Buchmesse : Genau richtig

  • -Aktualisiert am

Bücherregale werden vor Beginn der Messe noch aufgebaut: Dies Jahr ist auf der Frankfurter Buchmesse alles anders als sonst. Bild: dpa

In diesem Jahr wird die Frankfurter Buchmesse so klein gehalten wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Und dennoch ist es die richtige Entscheidung gewesen, auf eine Messe mit Ausstellern und Publikum im Herbst zu setzen.

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          Es wird von allem zu wenig sein. Zu wenig Aussteller, zu wenig Fachbesucher, zu wenig Geschäftsabschlüsse und zu wenig Kunden. So wie überall auf der Welt, wo Liefer- und Produktionsketten nach fast zwei Jahren Pandemie erst jetzt durcheinanderkommen, da das normale Leben wieder anheben soll. Wie knarzende Gelenke beim Aufstehen aus dem Schaukelstuhl ächzen Buchbranche und andere Wirtschaftszweige. Allenthalben Zipperlein, vieles dauert länger, ist schwieriger, geht nicht, fehlt.

          Und dennoch ist es die richtige Entscheidung gewesen, die Frankfurter Buchmesse in diesem Frühjahr entschlossen wieder hochzufahren und auf eine Messe mit Ausstellern und Publikum im Herbst zu setzen. Voriges Jahr fand die bedeutendste Bücherschau der Welt mit 3500 digitalen Ausstellern im virtuellen Raum statt, das war tapfer, wie Frankfurts Kulturdezernentin Ina Hartwig am Montagabend bei der Überreichung des Deutschen Buchpreises im Kaisersaal des Römers sagte, aber auch gespenstisch. Und für den Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der von der Mainmetropole aus knapp 4000 Verlage und Buchhändler vertritt und die Messe veranstaltet, eine Katastrophe. Viele Millionen Euro an fehlenden Einnahmen und Entlassungen bei seiner Wirtschaftstochter, der Buchmessengesellschaft, waren die Folge.

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