Das Frankfurter Bahnhofsviertel will sich selbst retten
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Am späten Nachmittag füllen sich die Sitzplätze rund um den Qualitätskiosk. Bild: Wonge Bergmann
Die Lage ist schwierig, aber nicht hoffnungslos. Das meint eine neue Initiative, die das Quartier beleben möchte. Wie das gehen könnte? Am 20. Oktober sollen erste Ansätze für die Öffentlichkeit sichtbar werden.
Drogen, Kriminalität, Müll, Exkremente – über die Zustände rund um die Niddastraße will man eigentlich kein Wort mehr verlieren. Was sich dort abspielt, ist ein Desaster für die Stadt Frankfurt. Seitdem Zeitungen, Youtuber und Fernsehsender bundesweit unter Titeln wie „Endstation Bahnhofsviertel“ darüber berichten, können auch die politisch Verantwortlichen die Augen nicht mehr verschließen. Was daraus folgt, wird sich erweisen müssen.
Fest steht allerdings auch, dass das Bahnhofsviertel mehr ist als die Crack-Hölle, die in den Medien zu sehen ist. Das will eine neue Initiative von Gewerbebetrieben, Kulturschaffenden, Vereinen und Bewohnern zeigen. Sie nennt sich „Auf ins Viertel“ und hat sich zum Ziel gesetzt, jenseits der nötigen drogen- und sicherheitspolitischen Schritte tätig zu werden. Als erste größere Aktion ist für Donnerstag, 20. Oktober, ein „Erlebnistag“ geplant, der Besuchern das Viertel näherbringen und damit zumindest einen gewissen Ersatz für die Bahnhofsviertelnacht bieten soll. Diese hatte vor der Pandemie Zehntausende angezogen, dieses Jahr sagte die städtische Tourismusgesellschaft TCF die Veranstaltung allerdings zum dritten Mal in Folge ab.
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