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Frankfurter Bahnhofsviertel : „Alle Ideen werden abgeschmettert“

Elend auf dem Gehweg: Die Niddastraße im Frankfurter Bahnhofsviertel Bild: Frank Röth

Es hagelt Kritik am Zustand des Frankfurter Bahnhofsviertels. Viele stören sich an den Süchtigen. Gesundheitsdezernent Stefan Majer beklagt, dass viele gute Lösungsideen sich jedoch nicht umsetzen ließen.

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          Die Straßen sind sauber. Immer wieder einmal stemmt sich eine Person gegen die Tür des hellen Hauses, um in den Druckraum zu gelangen, um sich dort Heroin oder Kokain zu spritzen. Das ist nicht Frankfurt im Sommer 2022 – es ist Zürich, Militärstraße 3, Kontakt- und Anlaufstelle Kaserne, eine der Drogenhilfeeinrichtungen der Stadt. 2020 waren zuletzt Frankfurter Kommunalpolitiker in die Schweiz gereist, um sich das dortige Drogenkonzept anzuschauen. Vor allem die CDU-Fraktion war begeistert, wollte nach Schweizer Vorbild ein „Sip Frankfurt“ aufbauen. Geklappt hat das aber bisher nicht.

          Theresa Weiß
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          In Frankfurt zeigt sich vor allem in der Niddastraße im Bahnhofsviertel ein anderes Bild. Schwerst Drogenabhängige sitzen vor den Druckräumen auf der Straße, Anwohner beschweren sich über den Gestank von Urin und über Lärm. Und über das Straßenbild im Allgemeinen. Es liegt Müll herum, und viele der Menschen, die dazwischen lagern, sind in einem schlechten gesundheitlichen Zustand, viele haben Wunden.

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