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Frankfurter Drogenpolitik : Ohne Druckräume wäre die Lage im Bahnhofsviertel noch schlechter

  • -Aktualisiert am

Draußen vor der Tür: An der Niddastraße halten sich viele Klienten der Drogenhilfe auf, oft auch direkt vor dem Druckraum der Integrativen Drogenhilfe. Bild: Frank Röth

Die Druckräume sollen die Süchtigen von der Straße holen. Trotzdem werden davor offen Drogen konsumiert. Nach mehr als zwei Jahren Pandemie ist die Szene aus den Fugen geraten.

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          Andreas Geremia ist Herr über eine echte Rarität. Er leitet den Konsumraum Niddastraße der Integrativen Drogenhilfe. Für Frankfurter keine Besonderheit – es gibt immerhin vier Druckräume in der Stadt. Aber aufs Ganze gesehen ist das Angebot dann doch eine Seltenheit. Der geographisch nächste Druckraum liegt nämlich in Karlsruhe. Die vier Druckräume in Frankfurt sind die einzigen in ganz Hessen.

          Im Konsumraum Niddastraße im Bahnhofsviertel werden etwa 230 Mal am Tag Drogen genommen. Das ist die Zahl der „Eintritte“, erklärt Geremia. 230 Mal meldet sich also jemand an der Theke an, um an einen der zwölf intravenösen Konsumplätze oder der vier Rauchplätze zu gehen. Das kann auch mehrmals die gleiche Person sein, und jeder Besucher kann mehrere Male konsumieren, während er im Haus ist.

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