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Rechenzentrum im Hochhaus : Platzsparende Serverfarm

Herausragend: So soll das erste Hochhaus aussehen, das im chinesischen Shenzhen eigens für Server und Router errichtet wird. Bild: Animation Schneider+ Schumacher

Das Frankfurter Architekturbüro Schneider + Schumacher hat das weltweit erste Rechenzentrum in Hochhausform geplant. Gebaut wird es in China.

          3 Min.

          Dieser Turm ist nicht das nächste Hochhaus für Frankfurt, sondern ein Entwurf aus Frankfurt, erdacht vom Architekturbüro Schneider + Schumacher. Errichtet wird das 110 Meter hohe Gebäude in der chinesischen Freihandelsmetropole Shenzhen, ein Musterbeispiel für Frankfurt könnte es dennoch sein: Es ist nach Angaben der Architekten das erste Rechenzentrumshochhaus der Welt.

          Inga Janović
          Wirtschaftsredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Kraftwerke des digitalen Zeitalters müssen also nicht zwingend in flachen Schuhkartongebäuden stecken, wie sie in Frankfurt üblich sind. 3515 Großrechner sollen auf den Hochhausetagen installiert werden. Fünf Geschosse des Technikturms werden unter der Erde liegen, sie sind nahezu fertig, demnächst beginnt der Hochbau. Das „Qianhai Telecommunication Center“ soll trotz seiner Nutzung keine Trutzburg sein, deshalb haben Architekten und Bauherr im Erdgeschoss eine Postfiliale vorgesehen. Erst darüber beginnt das eigentliche Rechenzentrum, in die obersten Stockwerke zieht dessen Kontrollzentrum, im Dachgeschoss wird die Klimatechnik untergebracht. Nur auf den Büroetagen gibt es Fenster und Terrassen, der größte Teil des Turms ist ein fensterloser Betonklotz, der nach seiner Fertigstellung im Jahr 2024 aber nicht trist auf die Stadt herabschauen soll. Die Architekten haben eine vorgehängte Fassade aus dünnen Stahlelementen erdacht, deren Reihenfolge die Zahl Pi in ihrer binären Zusammensetzung aus stilisierten Nullen und Einsen darstellt. Die Nullen sollen sich im Wind bewegen und am Gebäude ein stetig wechselndes Lichtspiel aufführen.

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