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Verdacht auf Betrug : Frankfurter Arbeiterwohlfahrt im Visier der Ermittler

  • Aktualisiert am

Wehrt sich gegen Vorwürfe: AWO in Frankfurt Bild: Amadeus Waldner

Wegen des „Verdachts des Betruges und der Untreue mit Geldern der Stadt“ ermittelt die Staatsanwaltschaft Frankfurt gegen die örtliche AWO. Es geht um Millionenbeträge für die Flüchtlingshilfe. Der Verband hat sich schon geäußert.

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          Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen Verantwortliche der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in der Mainmetropole aufgenommen. „Gegen den Kreisverband besteht der Verdacht des Betruges und der Untreue mit Geldern der Stadt“, sagte am Mittwoch Nadja Niesen, Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

          Es gehe um Millionenbeträge, die der Verband für den Betrieb zweier Flüchtlingsunterkünfte in Frankfurt erhalten haben soll. Namen wurden nicht genannt. Zuvor hatte die „hessenschau“ berichtet.

          „Es gab eine anonyme Anzeige, die Grundlage der jetzigen Ermittlungen ist“, sagte ein Sprecher der Frankfurter AWO der Deutschen Presse-Agentur. „Den Vorwurf, dass wir Geld veruntreut haben sollen, weisen wir zurück.“ Der Verband wollte eine Stellungnahme zu den Vorgängen veröffentlichen – in welcher Form, blieb zunächst unklar.

          Derweil steht die Frankfurter Arbeiterwohlfahrt schon im Blickpunkt wegen eines mutmaßlich überhöhten Gehalts für die Leiterin einer Kindertagesstätte. Die Angestellte soll zudem einen Dienstwagen fahren, der anderen Mitarbeitern in einer solchen Position nicht zusteht. Bei der Leiterin handelt es sich um die Ehefrau des Frankfurter Rathauschefs Peter Feldmann.

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