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Warnung im Katastrophenfall : Frankfurt will zurück zur Sirene

Heuler: Frankfurt will flächendeckend Sirenen installieren, so wie es früher einmal war Bild: dpa

Nun soll auf einmal alles ganz schnell gehen: In Frankfurt sollen flächendeckend Sirenen installiert werden, nachdem das Projekt drei Jahre lang brach lag. Aber mit dem Aufbau der Geräte ist es offenbar nicht getan.

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          Den Aufbau eines flächendeckenden Sirenen-Netzes, das im Katastrophenfall die Bevölkerung warnen soll, will die Stadt Frankfurt nun beschleunigen. Wie Sicherheitsdezernent Markus Frank (CDU) mitteilte, halte man ein sirenenbasiertes System zur Warnung der Bevölkerung „grundsätzlich für unverzichtbar“. Es sei nach wie vor das Ziel des Magistrats, „dieses in der gebotenen Qualität in Frankfurt am Main zu implementieren“. Ein entsprechendes Konzept werde deshalb „in absehbarer Zeit der Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt“.

          Katharina Iskandar
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Frankfurter Feuerwehr hatte das Konzept schon vor drei Jahren fertig gestellt. Darin hieß es, dass „kein technisches System einen vergleichbar hohen Erreichungsgrad“ habe wie fest installierte Sirenen. Die Systeme seien zudem wenig „komplex“, was sich positiv auf Bedienung und Ausfallsicherheit auswirke. Zudem sei ein Sirenennetz in hoheitlicher Hand. Die Stadt Frankfurt sei damit „in dem besonders sensiblen Bereich der Warnung unabhängig von Systementscheidungen Dritter“. Außerdem sei das Signal einer Sirene „ein international anerkanntes Zeichen für eine Gefahrensituation“, was auch internationalen Gästen ermögliche, auf Gefahrensituationen aufmerksam gemacht zu werden. Schon damals hatte sich vor allem Frank für das Projekt ausgesprochen und auf die Notwendigkeit der Sirenen hingewiesen. Dann jedoch wurde es nicht mehr weiter verfolgt.

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