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Wechsel bei Grünen im Römer : Verlust oder frischer Wind?

Mit „großem Bedauern“: Martina Feldmayer legt ihr Mandat nieder. Bild: Maximilian von Lachner

Bei den Grünen im Römer ist vieles in Bewegung. Der frühere Fraktionschef Popp rückt nicht nach und die Spitzenkandidatin Feldmayer bleibt im Landtag. Dafür sollen andere Fraktionsmitglieder für frischen Wind sorgen.

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          Seit die neue Stadtregierung mit der Wahl von sechs neuen Stadträten, darunter drei von den Grünen, in der zweiten Septemberwoche ihre Arbeit aufgenommen hat, ist neuerlich Bewegung in die stärkste Fraktion im Römer gekommen. Sechs der im Frühjahr gewählten Stadtverordneten verlassen die Fraktion. Das ist fast ein Drittel der 23 Fraktionsmitglieder. Fünf von ihnen wechseln in den Magistrat. Und Martina Feldmayer, Spitzenkandidatin der Grünen im Kommunalwahlkampf, hat ihr Mandat niedergelegt, um sich ganz ihrer Aufgabe als Landtagsabgeordnete zu widmen.

          Mechthild Harting
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der Arbeitsaufwand als Mitglied der Regierungsfraktion und einer Vier-Parteien-Koalition aus Grünen, SPD, FDP und Volt sei auf Dauer nicht mit ihren Pflichten in Wiesbaden zu vereinbaren, sagt Feldmayer. Sie lege ihr Frankfurter Mandat deshalb mit „großem Bedauern“ nieder, schließlich sei sie als Spitzenkandidatin erfolgreich gewesen. Nun werde ihre Aufgabe im Römer von anderen erfüllt: Die Arbeit liege in „sehr, sehr guten Händen“. Allerdings verliert die Fraktion durch die Abgänge teils erfahrene Kräfte, die die Abläufe im Römer bestens kennen. Wie Bastian Bergerhoff, langjähriger Parteivorsitzender, der an unzähligen wöchentlichen Koalitionsrunden in den vergangenen Jahren teilhaben durfte: Jetzt übt er das Amt des Kämmerers aus.

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