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Frankfurt : Tausende demonstrieren für bezahlbaren Wohnraum

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Bild: dpa

Bis 2040 könnten bis zu 500.000 Wohnungen fehlen, sagt ein Bündnis in Hessen. Gegen Wohnmangel und für die Mietpreisbremse kamen am Samstag in Frankfurt Tausende Menschen zusammen.

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          Mehrere Tausend Menschen haben am Samstag in Frankfurt am Main für eine schärfere Mietpreisbremse und bezahlbaren Wohnraum demonstriert. An dem Marsch vom Hauptbahnhof zum Roßmarkt in der Stadt hätten rund 5000 Menschen teilgenommen, sagte eine Polizeisprecherin dem Evangelischen Pressedienst (epd). Annette Wippermann vom Bündnis #Mietenwahnsinn-Hessen, das zu der „bunten und vielfältigen“ Demonstration aufgerufen hatte, sprach gegenüber dem epd von rund 8000 Teilnehmern. Wohnen sei ein Menschenrecht, die Versorgung mit menschenwürdigem Wohnraum dürfe nicht dem Markt überlassen werden.

          Nach Wippermanns Angaben sprachen bei der Abschlusskundgebung unter anderen Yasmin Alinaghi vom Paritätischen Wohlfahrtsverband, Thomas Domnick vom Caritasverband der Diözese Mainz, Wilfried Knapp von der Diakonie Hessen, Gert Reeh vom Deutschen Mieterbund und Michael Rudolf vom DGB Hessen-Thüringen. Auch hessische Spitzenpolitiker hätten an der Kundgebung teilgenommen.

          Große Lücke bei Sozialwohnungen

          Bis zum Jahr 2040 fehlen in Hessen nach Angaben des Bündnisses 500.000 Wohnungen. Jährlich müssten mindestens 37.000 Wohnungen gebaut werden, um den Bedarf zu decken. Tatsächlich seien aber zuletzt weniger als 20.000 Wohnungen fertiggestellt worden. Besonders groß sei die Lücke bei den Sozialwohnungen. Deren Zahl habe sich in den vergangenen 25 Jahren auf nur noch rund 90.000 halbiert. Mehr als 50.000 Menschen suchten derzeit in Hessen eine Sozialwohnung. Rassismus und Diskriminierung erschwerten zusätzlich die Wohnungssuche.

          Das Bündnis appelliert unter anderem an die Politik, eine flächendeckende Mietpreisbremse zu installieren und Wohnraumzweckentfremdung und „spekulativen Wohnraumleerstand“ zu unterbinden. Die Kosten einer energetischen Modernisierung sollten zukünftig nur noch so umgelegt werden dürfen, dass die Warmmiete nicht steigt, und der Kündigungsschutz müsse verbessert werden.

          Weitere Forderungen sind: Bereitstellung von 10.000 zusätzlichen Sozialwohnungen pro Jahr durch Neubau beziehungsweise Ausweitung oder Rückkauf von Belegrechten, Übernahme der Mietkosten für Sozialhilfebezieher, Einführung einer neuen Wohnungsgemeinnützigkeit und Schaffung ausreichender Grün- und Freiflächen sowie kultureller Freiräume.

          Zum Bündnis #Mietenwahnsinn-Hessen gehören unter anderem Attac, die Asten mehrerer Hochschulen, der Deutsche Mieterbund, der Paritätische Wohlfahrtsverband, die Diakonie Hessen, der Caritasverband für die Diözese Mainz, der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, das Deutsche Rote Kreuz, die Landesarbeitsgemeinschaft Soziale Brennpunkte Hessen und der Verband binationaler Familien und Partnerschaften.

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