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Verkehrsführung in Frankfurt : Stadtstraße oder zentrale Verkehrsader

Vierspurige Realität: Als eine der zentralen Ost-West-Verbindungen der Stadt trennt die Berliner Straße die Zeil vom historischen Kern der Stadt. Bild: Klein, Nora

70 Jahre nachdem die Berliner Straße in Frankfurt als Schneise durch die zerstörte Altstadt geschlagen wurde, ist ihre Zukunft wieder offen. Die Partner der Römer-Koalition sind sich uneins.

          3 Min.

          Nicht jeder traut sich, es so deutlich auszusprechen wie Verkehrsplaner Hartmut Topp: „Der hässlichste Punkt der Innenstadt liegt an der Berliner Straße.“ Topp deutet auf die Ein- und Ausfahrt des Theatertunnels. Ob er die vielbefahrene, vierspurige Berliner Straße insgesamt als besonders hässlich empfindet, sagt er nicht. Aber er wünscht sich unbedingt Veränderungen an der nach dem Zweiten Weltkrieg durch die zerstörte Altstadt geschlagenen Ost-West-Achse, über die täglich gut 25.000 Fahrzeuge rollen. Schließlich trennt die Berliner Straße die Zeil und die anderen Einkaufsstraßen der Innenstadt vom historischen Kern Frankfurts. Andere Städte wie München hielten den Durchgangsverkehr vom Stadtzentrum fern, sagt Topp. Seiner Meinung nach müssten zwei Spuren auf der Berliner Straße eigentlich ausreichen, dann könnten dort immer noch 20.000 Autos täglich unterwegs sein.

          Mechthild Harting
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Topps Aussagen sind nicht neu, sondern zehn Jahre alt. Damals nahm der Verkehrsexperte an einer Planungswerkstatt teil, die einen Beitrag zu einem neuen Innenstadtkonzept leisten sollte. Planer und Kommunalpolitiker beschäftigten sich zu diesem Zeitpunkt erstmals eingehend mit der Zukunft der Berliner Straße. Bis dahin, so heißt es von früheren Stadtplanern, habe man sich an dieses Sinnbild der autogerechten Stadt nicht herangetraut. Schließlich war die Ausrichtung der Stadtplanung auf den motorisierten Verkehr die verkehrspolitische Maxime der Nachkriegsjahrzehnte.

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