https://www.faz.net/-gzg-8mhi4

Frankfurt : Roma ziehen in Privatwohnungen

Auf der Straße: Auf den Vorschlag in der B-Ebene zu nächtigen, hatten die Roma verhalten reagiert. Bild: Lukas Kreibig

Die Roma, die ihr Lager an der Weißfrauenkirche aufgeschlagen hatten, können nun Wohnungen beziehen. 15 Personen kommen dank des Angebots eines Immobilienunternehmers unter.

          1 Min.

          Für die Roma-Familien, die über Monate an der Weißfrauenkirche genächtigt hatten und gestern das Lager räumen mussten, hat sich unerwartet eine neue Lösung aufgetan. Wie das Diakonische Werk gestern bestätigte, kommt ein Großteil des Clans offenbar in privaten Wohnungen unter. Nach Angaben eines Sprechers hatte gestern Morgen der Frankfurter Immobilienunternehmer Novak Petrovic angeboten, 15 Personen in seinen Häusern aufzunehmen. Die Familien hätten angekündigt, das Angebot anzunehmen, wenngleich dies bedeute, dass die übrigen Clan-Mitglieder anderweitig unterkommen müssten. Im Diakoniezenrum Weser 5 hieß es gestern, man sei „sehr erfreut“ über dieses Angebot. Damit habe sich möglicherweise eine langfristige Lösung aufgetan.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Zuvor hatte die Stadt mit der Diakonie verhandelt und einen Kompromiss gefunden, um das Lager vor der Weißfrauenkirche aufzulösen. Es hatte massiven Widerstand und Beschwerden aus der Nachbarschaft gegeben. Ordnungsdezernent Markus Frank und Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (beide CDU) hatten angeboten, die B-Ebene an der Hauptwache für die Familien zu öffnen. Diese wird jeden Winter nachts für Obdachlose geöffnet, aber üblicherweise erst von November an. Wie gestern aus dem Diakoniezentrum zu hören war, hatten die Roma vor der Weißfrauenkirche verhalten auf diesen Vorschlag reagiert. Möglicherweise hätten sie das Angebot nicht angenommen. Vor der Kirche bleiben können sie jedoch definitiv nicht. Dort wird künftig ein Bauzaun stehen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.