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Streit mit Red Bull : Zum Verwechseln ähnlich?

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Der Getränkekonzern Red Bull störte sich erheblich am Namen des Burgerladens „Guter Bulle“, der im Frankfurter Nordend gelegen ist. Bild: dpa

Red Bull war überhaupt nicht mit dem Namen eines Burgerladens im Frankfurter Nordend einverstanden und drohte dem „Guten Bullen“ mit einer hohen Geldstrafe. Was hat es damit auf sich?

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          Im Streit um seinen Namen musste sich ein kleiner Burgerladen in Frankfurt gegen einen der größten Getränkekonzerne der Welt verteidigen. Wie hessenschau.de berichtet, ist dem Getränkekonzern Red Bull der Name „Guter Bulle“ zu nah an dem ihres eigenen Unternehmens gewesen. Deswegen habe der Konzern kurzerhand eine einstweilige Verfügung gegen den Burgerladen beantragt – und vom Landgericht Düsseldorf Recht bekommen.

          Die Betreiber des Restaurants wunderten sich demnach zunächst sehr über den Vorwurf von Red Bull und sahen keine Verwechslungsgefahr zwischen Red Bull und ihrem „Guten Bullen“. Nachdem sie erkennen mussten, dass ein rechtliches Vorgehen ihrerseits gegen den Getränkekonzern zu teuer und höchstwahrscheinlich aussichtslos gewesen wäre, gaben sie nach. Ihre Gäste informierten sie auf Facebook über den Sachverhalt – und ließen es sich dabei nicht nehmen,einen ironischen Kommentar zu dem Hersteller der Energy-Drinks abzugeben. „Fragt uns nicht, wie eine Verwechslung zwischen einem EnergyDrink und einem Burgerrestaurant zustande kommen sollte, vllt mit nem Liter RedBull intus und noch mehr Fantasie“, heißt es mit einem Zwinkersmiley auf ihrer Seite.

          Red Bull hat den Betreibern nach Angaben von hessenschau.de „Markenverletzung und unlauteren Wettbewerb“ vorgeworfen. Bei einer Missachtung des Rechts droht ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro. Dabei sei es nicht nur um den Namen des Restaurants, sondern auch um den etwaigen Betrieb von Gaststätten, Imbissen oder Bistros gegangen. Laut hessenschau.de hatten sich die Eigentümer vom „Guten Bullen“ den Namen beim Patenamt schützen lassen – allerdings auch als potenzieller Getränkehersteller.

          Ebenfalls auf Facebook haben die Betreiber nun schließlich auch den neuen Namen ihres Burgerladens verkündet: „Traumkuh“ soll in Zukunft mit einem neuen Logo versehen das Restaurant schmücken – und damit jegliche Verwechselbarkeit mit Red Bull endgültig vermeiden.

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