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Frankfurter Flughafen : Polizeieinsatz in Lufthansa-Flugzeug wegen auffälliger Passagiere

  • Aktualisiert am

Die Lufthansa hat eine Luftbrücke für Geflüchtete aus Afghanistan eingerichtet. Bild: Frank Röth

Weil vier Fluggäste aus Indien trotz eines Verbots Nachrichten mit ihren Smartphones schreiben, fotografieren andere Passagiere die Nachrichten ab und übersetzen sie mit einer App. Dann rückt die Polizei mit Sprengstoffspürhunden an.

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          Vier auffällige Flugpassagiere haben am Flughafen Frankfurt für einen Einsatz der Bundespolizei gesorgt und den Start einer Maschine nach Mexiko verhindert. Das teilten die Beamten am Sonntag mit. Die vier Männer aus Indien wurden vorläufig festgenommen. Ihre Reise sei vermutlich eine Schleusung aus Indien über Mexiko mit dem Ziel USA gewesen.

          Der Vorfall ereignete sich laut Bundespolizei am Samstag an Bord einer Lufthansa-Maschine kurz vor dem Start von Frankfurt nach Cancún. Ein Unternehmenssprecher bestätigte, dass der Flug nicht wie geplant stattgefunden habe. Er sei am Sonntag nachgeholt worden. Weitere Angaben machte er nicht.

          Der Bundespolizei zufolge waren die Männer im Alter von 18 bis 27 Jahren wegen ihres auffälligen Verhaltens in Verdacht geraten. So sollen sie unter anderem trotz Verbotes mit ihren Smartphones Messenger-Nachrichten geschrieben haben. Andere Reisende hätten diese abfotografiert und per Online-Übersetzungsprogramm aus einer indischen Sprache ins Französische übertragen. Dabei sei es offenbar zu Fehlinterpretationen gekommen, welche fälschlicherweise mögliche Suizidabsichten nahe legten. Schließlich sei die Polizei alarmiert und das auf dem Vorfeld stehende Flugzeug mit Sprengstoffspürhunden durchsucht worden. Eine tatsächliche Gefährdung für den Flug habe am Ende ausgeschlossen werden können.

          Bei den Männern seien gefälschte portugiesische Aufenthaltstitel gefunden worden, einer habe ein Geständnis abgelegt. Ermittelt wird gegen sie unter anderem wegen Verstoßes gegen das Luftsicherheitsgesetz und Urkundenfälschung. Nach dem Ende der Ermittlungen sollen sie nach Indien zurückgewiesen werden.

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