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Ex-Oberbürgermeisterin : Petra Roth soll im Kita-Streik schlichten

Genießt hohes Ansehen in Frankfurt: die frühere Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) Bild: Frank Röth

Die Nerven vieler Eltern liegen blank. Seit drei Wochen streiken nun schon die Erzieher der kommunalen Kitas. Jetzt könnte Frankfurts frühere Oberbürgermeistern als Vermittlerin auftreten.

          Die frühere Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) soll nach den Vorstellungen der FDP-Bundesgeneralsekretärin Nicola Beer im Streit um eine angemessene Entlohnung der Mitarbeiter von Kitas vermitteln. Das sagte die frühere hessische Kultusministerin dieser Zeitung.

          Helmut Schwan

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Roth sagte auf Anfrage, sie würde sich geehrt fühlen, wenn man ihr die Aufgabe antrüge. Es könne nicht sein, dass die Familien zu Opfern der Auseinandersetzung würden. Roth führte von 1995 bis 2012 den Magistrat.

          Seit drei Wochen streiken viele Mitarbeiter kommunaler Kitas unbefristet, etliche Einrichtungen sind geschlossen. Beer sagte, berufstätige Eltern wüssten inzwischen nicht mehr, wo sie ihre Kinder unterbringen sollten: „Die Nerven liegen blank.“ Sie wolle sich in die Auseinandersetzung nicht einmischen. Aber das Ziel müsse ein gerechter Lohn für die wertvolle Arbeit mit den Kindern sein.

          Roth sei wegen ihrer langjährigen Erfahrungen in Frankfurt und als Präsidentin des Städtetags prädestiniert, im Tarifkampf zu schlichten, meint die FDP-Politikerin. Ihre kommunalpolitische Kompetenz und Empathie seien ideal, um die festgefahrenen Positionen aufzulösen. Anfang der Woche wollen Arbeitgeber und Gewerkschaften die Gespräche fortsetzen.

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