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Frankfurt : Neue Uni-Präsidentin will kommunikativen Führungsstil

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„Goethe am Main“: Birgitta Wolff ist Frankfurts neue Uni-Präsidentin. Bild: Eilmes, Wolfgang

Birgitta Wolff ist am Samstag als neue Präsidentin der Goethe-Uni Frankfurt in ihr Amt eingeführt worden. Sie will einiges anders machen als ihr Vorgänger, vor allem bei der Kommunikation.

          Offiziell übernimmt sie den Posten als Präsidentin an Hessens größter Universität zwar erst zum 1. Januar 2015, doch an diesem Samstag ist Birgitta Wolff mit einem Festakt bereits in ihr Amt eingeführt worden. Im Casino der Frankfurter Goethe-Universität hat der scheidende Präsident Werner Müller-Esterl sich verabschiedet und den Stab an seine Nachfolgerin übergeben.

          An der Veranstaltung für 400 geladene Gäste nahmen auch Hessens Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU) und der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) teil. Wolff war im Juli für sechs Jahre gewählt worden. Die Wirtschaftswissenschaftlerin gehört der CDU an und kommt von der Universität Magdeburg. 2010 wurde sie Kultusministerin und anschließend Wissenschafts- und Wirtschaftsministerin in Sachsen-Anhalt; 2013 schied sie nach einem Streit über die Finanzierung von Hochschulen aus dem Kabinett aus.

          Mehr Entscheidungsrecht für die Fachbereiche

          Wolff nennt drei Ziele, die sie nach ihrem Amtsantritt als erstes anpacken will: die Forschung weiterentwickeln, die Studienbedingungen optimieren und die interne Kommunikation verbessern. Wolff kündigte im Gespräch mit der dpa zudem an, einen „kommunikativen“ Führungsstil zu pflegen: „Das ist mir ein Herzensanliegen.“

          Sie will den Fachbereichen mehr Gestaltungsspielraum geben. Gute Ideen könne man zunächst als Pilotprojekt testen, zum Beispiel Initiativen für mehr Freiheit im Studium. „Viele vertreten diese Idee, aber nur wenige setzen sie um.“ Ihr Vorgänger hatte die Vision eines an internationalen Elite-Unis orientieren „Harvard am Main“ - Wolff sagte der dpa: „Goethe am Main fände ich auch sehr schön.“

          Die drittgrößte Hochschule Deutschlands wurde in diesem Jahr 100 Jahre alt. Im laufenden Wintersemester sind 46.000 Studierende eingeschrieben. Seit 2008 ist sie eine Stiftungsuniversität und hat dadurch ein hohes Maß an Autonomie. Ein großer Teil des Etats kommt aus Drittmitteln, Spenden und Erträgen des Stiftungsvermögens.

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