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Frankfurt liebt Van Gogh : Die meistbesuchte Ausstellung in der Geschichte des Städel

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Der Besucherandrang bei der Ausstellung „Making van Gogh“ im Frankfurter Städel-Museum war enorm. Bild: Francois Klein

Die Ausstellung „Making Van Gogh“ im Frankfurter Städel ist mit einem Rekord geendet: Das Museum begrüßte mehr als 500.000 Besucher – so viele wie nie zuvor in der Geschichte des 200 Jahre alten Museums.

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          Die Van-Gogh-Ausstellung im Städel Museum in Frankfurt hat mehr als 500.000 Besucher angelockt. Es sei damit die meistbesuchte Ausstellung in der Geschichte des Museums, teilte das Haus am Mittwoch mit. Die Schau war am vergangenen Wochenende zu Ende gegangen. Es handelte sich den Angaben zufolge um die umfangreichste Präsentation von Werken des niederländischen Malers Vincent van Gogh (1853-1890) seit etwa 20 Jahren in Deutschland.

          Unter dem Titel „Making Van Gogh. Geschichte einer deutschen Liebe“ präsentierte das Städel 50 Arbeiten des niederländischen Künstlers. Van Goghs Einfluss und seine Wirkung auf die nachfolgende Generation veranschaulichten zudem 70 Werke von deutschen Künstlerinnen und Künstlern, darunter Max Beckmann, Ernst Ludwig Kirchner, Alexej von Jawlensky, Paula Modersohn-Becker oder Gabriele Münter. Zu sehen waren Leihgaben aus Privatsammlungen und führenden Museen weltweit.

          Vorreiter und Kunstlegende

          Im Zentrum der Ausstellung stand die Entstehung des „Mythos van Gogh“ um 1900 sowie der Einfluss seiner Kunst auf die Moderne in Deutschland. Die Schau zeigte den Maler van Gogh „als Schlüsselfigur für die Kunst der deutschen Avantgarde“, so Museumsdirektor Philipp Demandt. Die Ausstellung habe damit einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der Kunstentwicklung in Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts geleistet.

          Van Gogh bewegt Frankfurt: Nach Ausstellungsende verzeichnet Städel-Museum so viele Besucher wie nie zuvor.
          Van Gogh bewegt Frankfurt: Nach Ausstellungsende verzeichnet Städel-Museum so viele Besucher wie nie zuvor. : Bild: dpa

          Demandt bilanzierte nun, das Konzept von „Making Van Gogh“ sei aufgegangen. Insgesamt 505.750 Besucher sahen die Ausstellung in knapp vier Monaten vom 23. Oktober 2019 bis 16. Februar 2020. Wegen des Besucherinteresses war die Schau ab dem 4. Februar täglich bis 21.00 Uhr geöffnet worden. Am letzten Ausstellungswochenende schloss sie erst um 23.00 Uhr.

          Die zuvor besucherstärksten Ausstellungen im Städel waren „Monet und die Geburt des Impressionismus“ im Jahr 2015 mit 432.121 Besuchern und „Botticelli“ in den Jahren 2009/2010 mit 367.033 Besuchern, gefolgt von „Dürer. Kunst - Künstler - Kontext“ in den Jahren 2013/2014 mit 258.577 Besuchern.

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