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Staatsanwaltschaft ermittelt : Jugendfußballer im Internet sexuell belästigt

  • Aktualisiert am

Auf dem Platz: Kinder beim Fußball spielen auf einem Sportplatz. Im Internet haben Pädophile versucht, Kontakt zu Jugendkickern aufzunehmen. (Archivbild) Bild: dpa

Über das Internet haben offenbar Pädophile mit gefälschten Profilen versucht Kontakt zu Jugendfußballern aus Frankfurt aufzunehmen. In einem Fall kam es via Instagram zu einer sexuellen Belästigung.

          Unbekannte mit pädophilen Neigungen versuchen über das Internet Kontakte zu Jugendfußballern in Frankfurt anzubahnen. „Sie segeln unter dem Namen eines Vereins und versuchen Kontakt zu Kindern aus der U12 und U13 herzustellen“, sagte Polizeisprecher Manfred Füllhardt am Dienstag. Die Polizei gehe von mehreren Tätern aus. Bislang seien zwei Fälle bekannt geworden. Wie viele es insgesamt gebe, sei noch völlig unklar. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung über den Fall berichtet.

          Einmal sei versucht worden, ein Treffen zu vereinbaren, berichtete Füllhardt. Dazu sei es aber nicht gekommen. In dem anderen Fall habe ein Mann über Instagram in einem Livestream vor einem Jungen onaniert.

          Frankfurter Nachwuchsfußball betroffen

          „Die Täter docken sich an alle möglichen Vereine an“, sagte Füllhardt. Bislang sei der Fußball in Frankfurt betroffen, die Verdächtigen könnten aber auch andere Regionen und Sportarten in den Blick nehmen. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt, Einzelheiten nannte Sprecherin Nadja Niesen aber nicht.

          Jugendliche könnten über das Internet auch Opfer von Radikalisierung, Betrug und Pishing - das Ausspähen sensibler Daten - werden, mahnte Füllhardt. Eltern sollten mit ihren Kindern reden und schauen, wo sie im Internet unterwegs sind. Wenn dies schwierig sei, könnten auch Vertrauenspersonen des Kindes dazu geholt werden.

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