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Frankfurt : Jeder zehnte Schulwunsch bleibt unerfüllt

Meldung: Eltern geben an, auf welche weiterführende Schule ihr Kind soll oder will - vielfach läuft der Wunsch aber ins Leere Bild: dpa

Am Ende der Grundschule steht für viele Kinder eine Enttäuschung: Sie müssen auf eine andere als die gewählte Schule wechseln.

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          Die stellvertretende Leiterin des Staatlichen Schulamts in Frankfurt versucht sich an einem Perspektivwechsel. „90 Prozent der Familien haben ihren Wunsch erfüllt bekommen“, sagt Evelin Spyra. Das ist rechnerisch richtig, es heißt im Umkehrschluss aber auch, dass für jeden zehnten der rund 6000 Frankfurter Viertklässler auf keiner der beiden gewünschten Schulen Platz ist. Die etwa 600 Kinder müssen nach den Sommerferien auf eine andere weiterführende Schule gehen, die noch freie Kapazitäten hat. Eines sei aber auch dann garantiert, sagt Spyra: „Der Bildungsgang“.

          Matthias Trautsch
          Koordination Reportage Rhein-Main.

          Gemeint ist damit, dass Familien, die zum Beispiel den gymnasialen Bildungsgang gewählt und einen Platz an der Elisabethenschule oder der Wöhlerschule gewünscht, aber nicht bekommen haben, entweder auf ein anderes klassisches Gymnasium oder eine Gesamtschule mit Gymnasialzweig geschickt werden. Einer Haupt- oder Realschule werden sie nicht zugewiesen – allerdings wäre das auch außerhalb des schulgesetzlich Erlaubten. In anderer Hinsicht zeigt sich das Wahlverfahren entgegenkommend: Für den Fall, dass die beiden gewünschten Schule ausgebucht sein sollten, konnten die Eltern angeben, ob ihnen bei einer Zuweisung die bevorzugte Schulform, etwa Integrierte Gesamtschule, oder die Wohnortnähe wichtiger ist.

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