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Wegen Corona : Der Dreck in Frankfurt nimmt zu

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Ein FES-Müllfahrzeug: Viele Stadtteile Frankfurts sind durch achtlos weggeworfenen Müll verschmutzt. Bild: dpa

360.000 Euro muss das Frankfurter Entsorgungsunternehmen in die Hand nehmen, um Frankfurt sauber zu machen. Ein bekanntes Problem wird dadurch noch sichtbarer.

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          Seit Beginn der Corona-Krise sind in Frankfurt die Kosten für die Reinigung im öffentlichen Raum gestiegen. Nach aktuellem Stand und kalkuliert bis Anfang Oktober belaufen sie sich auf etwa 360.000 Euro, sagte ein Sprecher des Frankfurter Entsorgungsunternehmens FES. Die Pandemie habe Erscheinungen sichtbarer gemacht, die es schon vorher gab – etwa die Entsorgung von Verpackungen im öffentlichen Raum.

          Mittlerweile gehen die Stadtreiniger an den Wochenenden auf „Hot Spot Tour“, auch in einigen Parks werde zusätzlich gereinigt. Am Wochenende gibt es auch nächtliche Reinigungsdurchgänge von beliebten Plätzen und Treffpunkten. Hinzu kommt die sogenannte Präsenzreinigung im Bahnhofsviertel, wo die Stadtreinigung an sieben Tagen in der Woche von mittags bis abends im Einsatz ist.

          Bereits vor Beginn der Corona-Pandemie war etwa am Frankfurter Mainufer immer wieder über Müll nach lauen Sommernächten geklagt worden – trotz zusätzlich aufgestellter Abfalleimer. Die Schließung von Clubs und Diskotheken führte zu mehr Feiernden auf öffentlichen Plätzen. Nach den Maßnahmen am Frankfurter Opernplatz, für den nun an Wochenendnächten ab Mitternacht ein Betretungsverbot gilt, habe sich das Feiern auf andere Plätze verlagert – das mache sich dort dann auch beim Abfallaufkommen bemerkbar, sagte der Sprecher.

          Um mehr Achtsamkeit im Umgang mit Abfall lernen, müssen Frankfurter schon länger tiefer in den eigenen Geldbeutel greifen. Seit dem 1. Juli sind im Bußgeldkatalog der Stadt die Verwarnungsgelder auf die maximale Summe angehoben worden, die an Ort und Stelle einkassiert werden kann. Ein Verwarngeld von 55 Euro ist dann fällig, wenn Bananenschalen, Zigarettenkippen, Getränkebecher oder Essensreste nicht im Abfalleimer entsorgt werden.

          Auch für einfach auf die Straße geworfene Flyer, Papiertaschentücher oder Einwickelpapier wird diese Summe fällig. Wer beim Gassi gehen hinter seinem Hund nicht „aufräumt“, muss für die sogenannte Verunreinigung durch ein Tier 120 Euro Bußgeld zahlen – in Grünanlagen sogar 150 Euro. Wer ohne Termin Sperrmüll auf die Straße stellt und erwischt wird, wird mit 250 Euro zur Kasse gebeten – für jeden weiteren Kubikmeter kommen nochmals 50 Euro hinzu.

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