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Rechtsstreit mit Outdoor-Marke : Hundemode-Label darf nicht mehr „The Dog Face“ heißen

Fashion Victim: Hunde sollen ihren Besitzern nicht nachstehen. (Symbolbild) Bild: dpa

Dass sich Vierbeiner und ihre Besitzer mit den Jahren immer ähnlicher sehen, ist bekannt. Warum nicht auch die gleichen Klamotten tragen? Geht leider nicht, wenn sie an „The North Face“ erinnern.

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          So ein schickes signalrotes Funktionsjäckchen hätten wir selbst gern, wenn es im nächsten Herbst einmal kühl wird: „Kordelzüge an Ärmeln, Kapuze und Saum sorgen für eine optimale Passform“, das Außenmaterial soll dank Dog-Tex-Pro-Technologie hundertprozentig regen- und winddicht sein. Dazu ein atmungsaktives Innenfutter, das Schwitzen verhindere und „super weich auf der Haut“ liege. Eigentlich hatten wir gedacht, Hunde könnten gar nicht schwitzen, sondern nur hecheln, aber sei’s drum. Viel wichtiger ist doch: Ein Klettverschluss „verhindert Einklemmen von Fell beim Anziehen“. Wow.

          Matthias Trautsch
          Koordination Reportage Rhein-Main.

          Blöderweise darf das Jäckchen aber nicht mehr verkauft werden. Das liegt daran, dass es das Logo „The Dog Face“ trägt, das nicht nur im Namen, sondern auch im Design ziemlich stark an die Outdoor-Fashion-Marke „The North Face“ erinnert. Zu stark, findet das Oberlandesgericht Frankfurt. In einem jetzt veröffentlichten, nicht anfechtbaren Urteil heißt es zwar, es bestehe keine Verwechslungsgefahr. Aber die Marke „The North Face“ sei doch so bekannt, dass Kunden „trotz der erkennbar unterschiedlichen Bedeutung von ,Dog‘ und ,North‘ die Zeichen gedanklich miteinander verknüpfen“ würden.

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