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Mittelstandsprogramm Frankfurt : Bürokratischer Weg zu günstigem Wohnraum

Umgebaut: Die Platensiedlung wurde aufgestockt und ergänzt. Doch viele Wohnungen stehen leer. Bild: Ralf Pelkmann

Mit ihrem Mittelstandsprogramm fördert die Stadt Frankfurt günstigen Wohnraum. Aber die Beantragung ist so kompliziert, dass einige Wohnungen leer stehen.

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          Was tun, wenn man in Frankfurt keine bezahlbare Wohnung findet? Viele Wohnungssuchende sind sich nicht bewusst, dass sie Anspruch auf eine geförderte Wohnung haben. Denn die Stadt hat schon vor zwölf Jahren mit dem „Mittelstandsprogramm“ eine eigene Förderung aufgelegt, die über das Angebot der klassischen Sozialwohnungen hinausgeht. Die Miete für Wohnungen, die nach diesem zweiten Förderweg vermietet werden, liegt zwischen 8,50 und 10,50 Euro je Quadratmeter und damit deutlich unter der ortsüblichen Marktmiete. Fasst man beide Förderwege – also die klassischen Sozialwohnungen und das Mittelstandsprogramm – zusammen, so haben 68 Prozent aller Mieterhaushalte in Frankfurt einen Anspruch auf eine geförderte Wohnung. Das hat das Institut Wohnen und Umwelt ermittelt, als es das Programm 2015 ausgewertet hat.

          Rainer Schulze

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Das Mittelstandsprogramm wurde 2008 erstmals aufgelegt und bis heute mehrfach novelliert. Die Stadt will damit Menschen fördern, die zu viel verdienen, um eine klassische Sozialwohnung zu beziehen, aber zu wenig, um sich am freien Markt mit Wohnraum zu versorgen. Berechtigt sind Haushalte, deren Einkommen bis zu 70 Prozent über der Grenze liegt, die für klassische Sozialwohnungen gilt. Rund 5200 „Mittelstandswohnungen“ für solche Bezieher höherer Einkommen stehen derzeit in Frankfurt zur Verfügung, etwa 2000 davon sind in den vergangenen sechs Jahren gebaut worden.

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