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Partykultur in Frankfurt : Feiern an der Hauptwache statt auf dem Friedberger Platz

  • Aktualisiert am

Auf dem Friedberger Platz sowie auf anderen Plätzen im Frankfurter Nordend treffen sich regelmäßig viele junge Menschen zum Feiern. Bild: Maximilian von Lachner

Seit Jahren beschweren sich die Anwohner des Friedberger Platzes im Frankfurter Nordend über nächtliche Feierei. Jetzt bietet die Stadt eine Alternative an der Hauptwache.

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          Mit einem neuen Konzept will die Frankfurter Ordnungsdezernentin Annette Rinn (FDP) gegen die ausufernde nächtliche Feierei auf dem Friedberger Platz Im Nordend vorgehen. Nach Plänen der Stadt soll es dafür eine neue Ausweichfläche an der Hauptwache geben, damit sich die Menschen, die sich in Frankfurt zum Feiern treffen, besser verteilen können. Rinn erhofft sich dadurch langfristig eine Entlastung für die Anwohner des Friedberger Platzes. Die Pläne sind das Ergebnis der Verhandlungen des Runden Tisches, der sich einst gegründet hatte, um Lösungen zu erarbeiten, wie die nächtliche Feierei rund um den Markt zwar weiterhin ermöglicht werden könne, jedoch unter besonderer Berücksichtigung der Anwohner, die seit Jahren schon über Lärm und Müll vor ihren Haustüren klagen. Aus diesem Grund wurden Freiluft-Partys dort zuletzt nur bis 22 Uhr gestattet.

          Nach Angaben der Stadt hat sich die Mehrheit der etwa 40 Mitglieder des Rundes Tisches für die Lösung an der Hauptwache ausgesprochen. Konkret vorgesehen ist der Bereich vor dem Museum of Modern Electronic Music (Momem), das am 6. April eröffnet werden soll. In einer Mitteilung hieß es, man wolle „freitags auf der Hauptwache einen schönen neuen Ort für Begegnungen schaffen“. Dadurch könne sich die Situation, dass eine große Zahl an Menschen, „die aktuell jeden Freitagabend die vorhandenen Plätze im Nordend bis an ihre Grenzen bevölkern und damit insgesamt belasten“, entzerrt werden. „Wenn sich die Menschen von mehr Plätzen in Frankfurt angezogen fühlen und damit besser verteilen, könne dies mittelfristig eine Verbesserung für die insbesondere von Lärm und Müll geplagten Anwohner bringen.“

          Realisiert werden soll das neue Konzept Anfang April, wie Annette Rinn sagt. Mit Beginn der „Frühjahrs-Saison“ solle „ein gutes Miteinander ermöglicht und gepflegt werden“. Es sei erfreulich, „dass bei diesem Thema am Runden Tisch so viele unterschiedliche Gruppen gemeinsam an einem Strang gezogen und so viele Ideen entwickelt haben“. Rinn hofft, „für alle Seiten nun befriedigende Lösungsschritte“ gefunden zu haben.

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