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Höchststand an Neuinfektionen : Frankfurt sagt Weihnachtsmarkt ab

Auf dieses Bild werden die Frankfurter in diesem Jahr verzichten müssen: Der Weihnachtsmarkt am Römer (Archivbild von 2015) Bild: dpa

Der Frankfurter Weihnachtsmarkt ist endgültig abgesagt. Das hat Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Die Grünen) nach einer Sondersitzung des Verwaltungsstabs am Samstag bestätigt. Zudem beschließt die Stadt weitere Einschränkungen.

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          Weil die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Frankfurt weiter steigt, hat der Verwaltungsstab eine ursprünglich für Dienstag geplante Sitzung vorgezogen, um über strengere Corona-Maßnahmen zu beraten. Am frühen Abend sei die Entscheidung gefallen, den Weihnachtsmarkt abzusagen, sagt Gesundheitsdezernent Majer. „So ein Markt lebt doch von der Nähe – und auch mal von einem Schwips. Das wird so nicht stattfinden können.“

          Marie Lisa Kehler

          Stellvertretende Ressortleiterin des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Darüber hinaus soll eine Maskenpflicht nach dem Beschluss des Verwaltungsstabs auch nördlich der Bahnlinie in Sachsenhausen gelten. Empfohlen werde das Tragen der Maske aber im gesamten Stadtgebiet. Sollten die Infektionszahlen weiter steigen, werde eine generelle Maskenpflicht geprüft, heißt es in einem Schreiben der Stadt. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist von Samstagabend an nur noch allein oder in Gruppen von höchstens fünf Personen aus maximal zwei Haushalten oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts gestattet. Neu ist auch, dass eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Pkw besteht, sobald sich Personen aus mehr als zwei Haushalten im Fahrzeug befinden. Auch ist der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit nachts komplett verboten. „Wir müssen auf die aktuellen Entwicklungen reagieren“, sagt Majer zur Begründung. Am Samstag hatte der Inzidenzwert in Frankfurt nach Angaben der Stadt mit 176,1 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner den bisherigen Höchststand erreicht.

          Zu erklären sei der starke Anstieg unter anderem auch damit, dass es in den vergangenen Tagen zu Verzögerungen bei der Eingabe der positiven Fälle ins System gekommen sei, meint der Gesundheitsdezernent. Durch die Unterstützung der Bundeswehr seien die Fälle in der Zwischenzeit aber wieder aufgearbeitet worden.

          Am Dienstag ist ein weiteres Treffen des Verwaltungsstabs geplant. Unter anderem sollen die Corona-Maßnahmen, darunter auch die Sperrstunde von 23 Uhr an, um mindestens zwei Wochen (vom 31.10 an) verlängert werden.

          Oberbürgermeister Peter Feldmann richtet in einem Schreiben der Stadt einen dringenden Appell an die Bürger: „Seien Sie diszipliniert, tragen Sie Maske, halten Sie Abstand und waschen Sie sich die Hände“

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