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Frankfurter Architekt : „Corona entlastet unsere Innenstadtzentren vom Verkehr“

„Eine normale Stadtstraße“: Die Töngesgasse hat mit ihrer Vielfalt für Christoph Mäckler Vorbildcharakter. Bild: Wonge Bergmann

Der Architekt Christoph Mäckler will die Verteufelung des Autos verhindern – und die Frankfurter Zeil wieder für den Verkehr öffnen. Zudem hofft er auf positive Corona-Effekte für die Stadtentwicklung. Ein Interview.

          8 Min.

          Der streitbare Architekt Christoph Mäckler hat mit seinen Bauten, vor allem aber auch mit seinen Thesen den Diskurs über Baukultur in Frankfurt geprägt. Einem größeren Kreis wurde der Sohn des Architekten Hermann Mäckler bekannt, als sein „Frankfurt-Projekt“ 1987 im Architekturmuseum vorgestellt wurde. Damals zeigte er, wie man Hochhäuser geschickt in einen städtebaulichen Zusammenhang einfügen kann. Mäckler glaubt an Traditionen und wünscht sich eine Rückbesinnung auf alte Prinzipien der Stadtgestaltung, also beispielsweise eine dichte innerstädtische Bebauung, belebte Straßenräume, Sichtachsen und geschlossene Plätze. Diese Positionen vertritt er auch mit dem von ihm gegründeten Institut für Stadtbaukunst, das nach einigen Jahren in Dortmund inzwischen in Frankfurt ansässig ist. Zu Mäcklers bekanntesten Gebäuden in der Mainmetropole zählen der Opernturm, die Kunsthalle Portikus und das Romantikmuseum. Er engagierte sich auch im Gestaltungsbeirat für die Frankfurter Altstadt.

          Rainer Schulze

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

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