https://www.faz.net/-gzg-9qbf3

Gäste unerlaubt einquartiert : Airbnb-Vermieterin muss hohe Geldstrafe zahlen

  • Aktualisiert am

Die Frau hatte ihre Wohnung ohne Genehmigung der Stadt über die Zimmervermittlung Airbnb vermietet. Bild: dpa

Weil sie ihre Wohnung ohne entsprechende Genehmigung vermietet hat, muss eine Frau aus Frankfurt mehrere tausend Euro Bußgeld zahlen. Der Deutsche Mieterbund heißt das Urteil gut.

          Eine Frau aus Frankfurt muss 6000 Euro Bußgeld zahlen, weil sie ihre Wohnung ohne entsprechende Genehmigung als Ferienwohnung über die Zimmervermittlung Airbnb vermietet hat. Sie hatte mehrmals Feriengäste für mehrere Tage zu einem Preis von bis zu 150 Euro pro Nacht bei sich einquartiert, wie das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Mittwoch mitteilte. Gegen eine Verurteilung zu einer Geldbuße durch das Amtsgericht Frankfurt hatte die Frau wegen angeblicher Rechtsfehler Beschwerde einlegte. Das OLG wies den Widerspruch nun als unbegründet zurück (Az.: 2 Ss-OWi 438/19). Das Bußgeld ist somit rechtskräftig.

          „Es ist eine saftige Geldstrafe und es spricht vieles dafür, dass hier ein Exempel statuiert wurde“, sagte der Geschäftsführer des Deutschen Mieterbundes, Ulrich Ropertz.

          Die Frau hatte mehrmals versucht, an eine Erlaubnis zur Nutzung ihrer Wohnung als Feriendomizil zu gelangen. Die Stadt Frankfurt hatte dies immer wieder abgelehnt. Nach dem hessischen Wohnungsaufsichtsgesetz können „Gemeinden mit angespannten Wohnungsmärkten“ für die Weitervermietung einer Wohnung als Ferienwohnung eine Genehmigung verlangen. Mit einer solchen Genehmigung dürfen Wohnungen dann maximal acht Wochen im Jahr an Feriengäste oder als Zimmer für Messegäste vermietet werden.

          Durch die vermittelten Privatwohnungen gehe in beliebten Regionen Wohnraum für reguläre Mieter verloren, hieß es in einer Stellungnahme des Mieterbundes Hessen aus dem Juli. „Das hat große Auswirkungen auf den Mietenmarkt, weil Vermieter das schnelle Geld sehen“, sagte der Mieterbund-Vorsitzende Gert Reeh vor einem Monat.

          Weitere Themen

          Chef mit Mitte 20

          Ausbildung als Schreiner : Chef mit Mitte 20

          Als Moritz Schumacher 24 ist, übernimmt er einen Betrieb. Ein Studium hat er dafür nicht gebraucht. Nach oben geschafft hat er es mit einer Ausbildung zum Schreinermeister.

          „Es muss ein Umdenken her“ Video-Seite öffnen

          Demos und Proteste zur IAA : „Es muss ein Umdenken her“

          Rund um die IAA gab es in diesem Jahr so viele Proteste und Demonstrationen wie nie zuvor. Sternfahrten, Kundgebungen, Konzerte - vor allem Radfahrer trieb es am Wochenende auf die Straßen.

          Blockade mit drei farbigen Fingern

          Proteste vor IAA : Blockade mit drei farbigen Fingern

          Hunderte Demonstranten der Aktion „Sand im Getriebe“ haben zwei der fünf Eingänge der Messe blockiert. Ihr Protest richte sich nur gegen die Konzerne, sagen sie. Das empfinden viele Besucher anders.

          Topmeldungen

          Proteste vor IAA : Blockade mit drei farbigen Fingern

          Hunderte Demonstranten der Aktion „Sand im Getriebe“ haben zwei der fünf Eingänge der Messe blockiert. Ihr Protest richte sich nur gegen die Konzerne, sagen sie. Das empfinden viele Besucher anders.
          Denkmal des Anstoßes: Bürgermeister Roberto Dipiazza (links) weiht die Statue Gabriele D’Annunzios in Triest ein.

          Denkmal für D’Annunzio : Dichter des Anstoßes

          In Triest ist ein Denkmal für den italienischen Dichter Gabriele D’Annunzio aufgestellt worden. Einige der Anwesenden trugen faschistische Schwarzhemden. Im benachbarten Kroatien sorgte nicht nur das für Empörung.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.