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Wichtige Details ungeklärt : 27 Jahre zurückliegender Raubmord bleibt ungesühnt

  • Aktualisiert am

Sinnbild für Gerechtigkeit: Justitia - aufgenommen auf dem Frankfurter Römerberg Bild: dpa

Ein Raubmord an einer damals 90 Jahre alten Rentnerin aus Frankfurt bleibt ungesühnt. Der Grund: Wichtige Details konnten fast drei Jahrzehnte nach der Tat vor dem Landgericht nicht geklärt werden.

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          Ein bereits mehr als 27 Jahre zurückliegender Raubmord an einer damals 90 Jahre alten Rentnerin bleibt ungesühnt. Ein seit Anfang November vor dem Landgericht Frankfurt wegen Mordes aus Habgier angeklagter 46 Jahre alter Mann wurde freigesprochen, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte. Wichtige Details wie beispielsweise die genaue Todesursache sowie die Rolle eines weiteren Mittäters hätten in der Beweisaufnahme nicht geklärt werden können. (AZ 3690 Js 201558/17)

          Die Greisin war im September 1991 in ihrer Wohnung im Frankfurter Bahnhofsviertel von einem Einbrecher überrascht worden. Laut Anklage starb sie an „stumpfer Gewaltanwendung“. Der Täter flüchtete mit dem Schmuck des Opfers. Zunächst konnte ein Tatverdächtiger überhaupt nicht ermittelt werden.

          Anhaltspunkte auf seine Täterschaft

          Erst nach der Einreise des zwischenzeitlich in seine Heimat abgeschobenen Türken im Herbst 2017 gab es Anhaltspunkte auf seine Täterschaft. Vor Gericht gab der Mann zwar zu, möglicherweise in der Wohnung des Opfers gewesen zu sein. Erinnerung an eine Begegnung mit der Rentnerin oder gar an deren Tötung habe er nicht. Überdies sei auch noch ein unbekannter Mittäter in der Wohnung gewesen.

          Auch die Staatsanwaltschaft hatte sich nach dem mehrwöchigen Prozess für einen Freispruch aus Mangel an stichhaltigen Beweisen ausgesprochen. Die Rechtsanwältin der als Nebenkläger aufgetretenen Nachkommen der Toten aber kündigte Revision beim Bundesgerichtshof an.

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