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Protest : Hunderte stören Pegida-Treffen in Frankfurt

Gegenwind: In zahlreichen Städten gehen Menschen gegen Pegida auf die Straße, wie hier in Kassel. Bild: dpa

Die Pegida-Bewegung in Frankfurt organisiert sich – und bekommt heftigen Gegenwind. 500 Personen haben am Montagabend mit Sprechchören und Feuerwerkskörpern ein Planungstreffen der Gruppe gestört.

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          Rund 500 Demonstranten haben Montagabend gegen ein Treffen des Frankfurter Ablegers von Pegida protestiert. Mitglieder der Gruppe, die sich Fragida nennt, was für „Frankfurt gegen die Islamisierung des Abendlandes“ steht, hatten sich in der Bar des Hotels Main Plaza in Sachsenhausen getroffen, und zwar offenbar, um Veranstaltungen in Frankfurt zu planen. Die Gegendemonstranten, darunter Anhänger der linksradikalen Szene, hatten im Internet zum Protest aufgerufen und zogen am Abend vor dem Hotel auf. Mit Schmährufen kritisierten sie die Bewegung, die inzwischen Ableger in fast allen größeren Städten gegründet hat. Unter anderem beschimpften sie sie als „Nazis“.

          Katharina Iskandar
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          An dem Hotel hämmerten sie gegen die Scheiben, um das Treffen zu stören. Es wurden Feuerwerkskörper geworfen. Die Polizei sicherte das Gebäude schließlich mit Dutzenden Beamten ab. Zu Auseinandersetzungen zwischen Beamten und Demonstranten kam es nicht.

          NPD-Anhänger soll dabei gewesen sein

          Zu dem Fragida-Treffen aufgerufen hatte der Frankfurter AfD-Politiker Hans-Peter Brill. Er teilte am Montag mit, er wolle nach dem Vorbild von Pegida auch Veranstaltungen in Frankfurt organisieren. Dass ihm „im Vorhinein schon das Recht abgesprochen“ werde, Demonstrationen zu planen, sei unverständlich.

          Dem Vernehmen nach wollten die Teilnehmer des Treffens Details des Fragida-Protests klären. Beteiligt hatten sich 14 Interessenten unterschiedlicher Lager. Dem Vernehmen nach war auch ein Anhänger der NPD darunter. Brill sagte auf Anfrage, er wolle das nicht kommentieren. Er habe nicht alle Teilnehmer gekannt, die zu dem Vorbereitungstreffen gekommen seien. Er werde aber nun im Nachhinein prüfen, wer sich als Mit-Organisator zur Verfügung gestellt habe. „Sollten darunter Personen sein, die unerwünscht sind“, werde er sich das Recht vorbehalten, sie auszuschließen.

          Die Polizei begleitete die Gegendemonstranten den ganzen Abend über mit einem großen Aufgebot. Die Demonstration zog sich vom Römerberg bis Sachsenhausen, die Route wurde mehrfach geändert, weil die Fragida-Organisatoren mehrere Male den Ort ihres Treffen gewechselt hatten, um den Gegenprotest zu umgehen. Am Ende ohne Erfolg.

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