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Fossilien ausgewertet : Der Strauß kam wohl aus Asien nach Afrika

Eigener Kopf: Mit dem modernen Strauß haben dessen Vorfahren unter anderem bestimmte Schädelmerkmale gemeinsam. Bild: Marcus Kaufhold

Forscher aus Frankfurt und Russland haben neue Erkenntnisse zur Herkunft der Strauße gewonnen. Vorfahren der großen Laufvögel waren früher vermutlich auf der ganzen Nordhalbkugel verbreitet.

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          Strauße leben heute nur noch in Afrika. Ihren Ursprung haben die großen Laufvögel aber offenbar in Asien. Das legen Erkenntnisse des Frankfurter Senckenberg-Forschers Gerald Mayr nahe. Zusammen mit seinem russischen Kollegen Nikita Zelenkov hat er Vogelfossilien aus Zentralasien untersucht, die bisher der Ordnung der Kranichartigen zugeschrieben worden waren.

          Sascha Zoske
          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Es handelt sich um Vertreter aus der Familie der Ergilornithidae, die vor 35 bis zehn Millionen Jahren häufig vorkamen. Von ihnen waren bisher nur fossile Beinknochen bekannt. Wie die heutigen Strauße hatten diese Vögel nur zwei Zehen.

          In den Steppen Zentralasiens

          Mayr und Zelenkov haben nun weitere Relikte dieser Tiere aus einer Sammlung in Moskau analysiert. Dazu gehörte auch der erste bekannte Schädelrest. Die Ornithologen konnten anhand von Skelettmerkmalen zeigen, dass es sich nicht um Kranich-, sondern um Straußenvögel handelte.

          Sie vermuten, dass die Vorfahren der Strauße vor 40 Millionen Jahren auf der Nordhalbkugel verbreitet waren. In den Steppen Zentralasiens seien dann die zweizehigen Strauße entstanden, die vor rund 20 Millionen Jahren Afrika besiedelt hätten.

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