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Frankfurter Bahnhofsviertel : Die Gewalt geht selten von den Abhängigen aus

Drogenabhängige und Dealer stehen in der Taunusstraße und angrenzenden Straßen zum Teil in größeren Gruppen im Frankfurter Bahnhofsviertel. Bild: Helmut Fricke

Wie kann man die Situation in Frankfurts berüchtigsten Viertel verbessern? Um das zu beantworten hat das Institut für Suchtforschung Anwohner, Suchtkranke und Experten befragt – und einige interessante Ergebnisse erhalten.

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          Seit Monaten steht das Bahnhofsviertel in der Kritik. Nicht zuletzt, weil die dortige Drogenszene mit offenem Konsum und verelendeten Süchtigen auf der Straße immer auffälliger geworden ist. Schon wird im Römer über neue Strategien debattiert, wie der „Frankfurter Weg“ wieder mit mehr Erfolg beschritten werden kann. Eine Mischung aus Repression und strengeren Regeln, aber zugleich mehr Anlaufstellen für den Konsum und Hilfsangebote für Wohnen, Substitution und Therapie schlägt etwa die CDU-Fraktion nach einem Besuch in Zürich vor. Die Schweizer Stadt hat die Lage dort mit einem ähnlichen Konzept gut in den Griff bekommen.

          Theresa Weiß

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Nun hat sich auch das Institut für Suchtforschung der Frankfurt University of Applied Sciences zu Wort gemeldet. Am Dienstag legten die Wissenschaftler die Ergebnisse einer Studie vor und gaben Handlungsempfehlungen für die kommunale Drogenpolitik. In der Untersuchung wurden Menschen aus der Drogenszene, Anwohner und Experten aus der Drogenhilfe mittels qualitativer und quantitativer Interviews befragt. Untersucht wurde, wie Risikowahrnehmungen und tatsächliche Sicherheitsrisiken im Bahnhofsviertel miteinander zusammenhängen. Zudem wurden die Drogenkonsumräume in Frankfurt untersucht.

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