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Forschung zu Coronavirus : Ein Plagegeist mit Hüftgelenk

Gestielt und gezuckert: Vier Spike-Proteine auf der Virushülle Bild: Max Planck Institut für Biophysik

Forscher des Frankfurter Max-Planck-Instituts für Biophysik haben im Eiltempo einen wichtigen Baustein des neuen Coronavirus untersucht. Die Erkenntnisse könnten bei der Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten hilfreich sein.

          4 Min.

          Die Plage der Menschheit lagert in einem gewöhnlichen Kühlschrank. Sonja Welsch trägt auch keinen Schutzanzug, als sie den Ständer mit den kleinen Plastikgefäßen herausnimmt. Sie enthalten das Sars-Coronavirus 2, gewonnen aus Proben von Covid-19-Patienten. Dass die Forscherin so sorglos mit dem Material hantiert, ist kein Zeichen von Leichtsinn: Die Viren wurden inaktiviert, bevor sie das Hochsicherheitslabor des Paul-Ehrlich-Instituts in Langen verlassen haben. Deshalb setzt sich Welsch keiner Gefahr aus, wenn sie die Isolate für das Elektronenmikroskop präpariert. Das ist ihre Aufgabe als Laborleiterin im Frankfurter Max-Planck-Institut für Biophysik.

          Sascha Zoske
          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Welsch gehört zu einem Team, das in kurzer Zeit eine eindrucksvolle Leistung vollbracht hat. Zusammen mit Kollegen des European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg haben die Wissenschaftler aus Frankfurt und Langen das Spike-Protein des Covid-19-Erregers untersucht. Dabei gewannen sie Erkenntnisse, die bei der Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten hilfreich sein könnten.

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