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Forschung an der Goethe-Uni : Zellkultur statt Kälberserum für Arzneien und Kosmetika

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Mit neuer Technik: Pharma- und Kosmetikhersteller bemühen sich, Ersatz für das Serum ungeborener Kälber zu finden. Bild: dpa

Weniger Verbrauch von tierischem Biomaterial in Laborversuchen: Das ist das Ziel eines Teams unter Leitung von Forschern der Goethe-Universität in Frankfurt. Dafür entwickeln sie eine neue Zellkulturtechnik.

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          Ein Team unter Leitung von Forschern der Goethe-Universität will eine Zellkulturtechnik entwickeln, um den Verbrauch tierischen Biomaterials in Laborversuchen zu verringern. Mit ihrer Idee haben die Wissenschaftler einen britischen Innovationswettbewerb gewonnen, der von Astra-Zeneca und Unilever gesponsert wurde. Sie erhalten nun eine Anschubförderung von 114.000 Euro.

          Pharma- und Kosmetikhersteller bemühen sich, Ersatz für das Serum ungeborener Kälber und einen Enzymcocktail aus der Rattenleber zu finden. Beide Substanzen werden verwendet, um herauszufinden, ob ein neu entwickeltes Produkt giftig ist.

          Die Forscher wollen zunächst Nährlösungen ohne tierische Komponenten entwickeln. Dann werden sie versuchen, Ratten-Enzyme zu ersetzen, indem sie die zu testenden Substanzen von Leberzellen abbauen lassen, die im Labor gezüchtet wurden. Erprobt werden soll das Verfahren mit einer Verbindung, die in Zigarettenrauch enthalten ist und in der Leber in toxische Stoffe umgewandelt wird.

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