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Folge der Trockenheit : Der Wald verändert sein Gesicht

In desolatem Zustand: Der Frankfurter Stadtwald war schon vor diesem Sommer stark geschädigt. Bild: Stadt Frankfurt

Der Klimawandel ist in den Wäldern längst angekommen. Hitze und Trockenheit setzen auch dem Frankfurter Stadtwald zu. Die Stadt setzt künftig auf andere Baumarten als bisher.

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          Die zusammenhängenden, großen Bestände aus Eichen, Bu­chen, Kiefern und Fichten wird es künftig im Wald nicht mehr geben. Diese Baumarten, die den deutschen Wald traditionell geprägt haben, halten den heißen, trockenen Sommern nicht mehr stand. Das gilt für Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet, aber auch für andere weite Teile Deutschlands. „In Baden-Württemberg funktionieren auf der Hälfte der Waldflächen die bisherigen Hauptbaum­arten nicht mehr“, hat Christoph Harte­brodt von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg in Freiburg beim zweiten Frankfurter Waldkongress mitgeteilt, zu dem die Frankfurter Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Die Grünen) ins Zoo-Gesellschaftshaus eingeladen hatte.

          Mechthild Harting
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          „Wir werden weiter Wald haben, aber er wird sich verändern“, sagt Hartebrodt. Er werde aus anderen Baumarten bestehen, anderen Insekten und Pilzen ein Zuhause bieten. Die gesamte Ökosystemleistung werde sich verändern. „Wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass der Wald künftig anders aussieht.“

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