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Probleme beim Selbsttest : Lolli-Tests für Förderschüler?

Bohrung: Nicht jedes Kind kommt mit Corona-Selbsttests klar Bild: dpa

Manche Kinder sind mit den Selbsttests überfordert. Förderschulleiter und Verbände fänden es besser, wenn jene deshalb statt der Nasenabstriche an sogenannten Lolli-Tests lutschen könnten.

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          Die seit anderthalb Wochen verpflichtenden Selbsttests an Schulen sind für Schüler mit körperlichen und geistigen Einschränkungen oft ein großes Problem. Darauf weisen Förderschulleiter und Verbände hin. „Kinder mit Förderbedarf brauchen viel Begleitung bei den Tests“, sagte Roswitha Bonacker, Frankfurter Kreisvorsitzende des Interessenverbandes Hessischer Schulleitungen, auf Anfrage. Auch der Verband Bildung und Erziehung Hessen forderte am Mittwoch, die Bedürfnisse dieser Kinder stärker zu berücksichtigen.

          Florentine Fritzen
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Von den Leitern der Frankfurter Förderschulen mit den Schwerpunkten geistige Entwicklung und körperlich-motorische Entwicklung weiß Bonacker, dass sich Kinder oft gegen die Tests wehren, etwa Autisten. Viele scheuten sich, das Stäbchen in die Nase zu stecken. Andere brauchten Hilfe dabei, weil sie das motorisch nicht hinbekämen. Manche hätten aber „Weiße-Kittel-Angst“, wenn medizinisch geschultes Personal die Schulen unterstütze. Zwar dürfen Eltern für das Testen mit in die Schulen. „Das ist aber logistisch aufwendig, nicht zuletzt, weil sie dafür selbst einen Test brauchen.“

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