https://www.faz.net/-gzg-a7myi

Frankfurter Flughafen : Ergebnislose Suche nach Mann mit illegaler Waffe

Wachsam: Polizisten am Frankfurter Flughafen während eines Einsatzes am Samstag Bild: dpa

Nach dem Terrorverdacht am Frankfurter Flughafen sieht die Polizei keine Hinweise auf einen zweiten Täter. Es könnte sich um eine Fehlinformation gehandelt haben, die in der „dynamischen Situation“ entstanden sei.

          1 Min.

          Nach dem Terror-Verdacht am Frankfurter Flughafen am Samstagabend geht die Bundespolizei nicht mehr davon aus, dass es einen Mann gegeben hat, der mit einer illegalen Waffe durch das Terminal gelaufen sei. Wie ein Sprecher mitteilte, hat die Auswertung bisher keinen Hinweis darauf ergeben. Es sei deshalb wahrscheinlich, dass es sich um eine Fehlinformation gehandelt habe, die in der „dynamischen Situation“ entstanden sei. Ebenso sei möglich, dass Zeugen einen Zivilbeamten gesehen hätten.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Unterdessen wurde am Montag bekannt, dass der Staatsschutz nicht in die Ermittlungen gegen den 38 Jahre alten Verdächtigen, der den Einsatz ausgelöst hatte, involviert ist. Der Mann ist dem Vernehmen nach zwar in der Vergangenheit schon einmal aufgefallen und war deshalb auch polizeibekannt; unter anderem soll er angegeben haben, er sei zum Islam konvertiert und auch wirre, wiederum aus dem Islamismus bekannte Äußerungen getätigt haben. Als Gefährder galt der Mann jedoch nicht, blieb aber wohl im System der Polizei vermerkt. Inzwischen haben die Behörden keine Zweifel mehr daran, dass der Mann psychisch krank sei.

          Wie berichtet, war der Mann am Samstag im Terminal 1 Beamten der Bundespolizei aufgefallen, weil er keinen Mund-Nasen-Schutz trug. Als sie ihn daraufhin ansprachen, habe er „Allahu Akbar“ gerufen. Auf der Flucht ließ er einen Koffer zurück, woraufhin das Terminal geräumt wurde. In dem Gepäckstück befand sich jedoch kein gefährlicher Inhalt.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Der Afroamerikaner Jaques DeGraff lässt sich im Februar in New York gegen das Corona-Virus impfen.

          Impfung gegen Corona : Die alte Angst der Afroamerikaner

          In den Vereinigten Staaten lassen sich deutlich weniger Afroamerikaner impfen als Weiße. Das liegt auch an Erfahrungen, die Schwarze mit Gesundheitsbehörden gemacht haben. Viele kennen noch das Verbrechen von „Tuskegee“.
          Chinesische Soldaten in Peking

          Rüstung : Verteidigungsministerium warnt vor Bedrohung durch China

          Zwei Millionen Soldaten, rund 6850 Kampfpanzer und die weltweit größten konventionellen Raketenpotentiale: Mit seinem Militär versuche China, die internationale Ordnung entlang eigener Interessen zu ändern, warnt das Verteidigungsministerium. Auch Russland bleibe eine Gefahr.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.