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Finanzierung nicht gesichert : Sanierung der Frankfurter Paulskirche verzögert sich

Gilt als Wiege der Demokratie: die Frankfurter Paulskirche Bild: dpa

Die Sanierung des symbolträchtigen Baus in Frankfurt scheint in weite Ferne gerückt zu sein. Weil es an Finanzierungsmitteln fehlt, steht bisher noch kein Beginn der Bauarbeiten an der Paulskirche fest.

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          Die Sanierung der Paulskirche droht sich um unbestimmte Zeit zu verzögern. Wie der Sprecher von Baudezernent Jan Schneider (CDU) auf Anfrage erläutert, könne die Stabsstelle die Planung noch nicht ausschreiben, weil die Finanzierung nicht gesichert sei. Außerdem sei völlig unklar, in welcher Projektstruktur die Sanierung ablaufen soll. Die Beteiligung des Bundes, der das Projekt mitfinanziert, erschwere außerdem die Abstimmung. Bisher war die Stadt davon ausgegangen, dass das Baudenkmal nach der Jubiläumsfeier 2023 saniert werden soll. Doch es könnte zu weiteren Verzögerungen kommen: „Wir wollen Enttäuschungen, dass der Zeitplan nicht zu halten ist, vorbeugen. Es wird nicht so schnell gehen, wie es gehen könnte“, sagt der Dezernatssprecher.

          Rainer Schulze

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Stabsstelle Paulskirche hat zu Jahresbeginn die Arbeit aufgenommen. „Derzeit prüft die Stabsstelle, wie dem Projekt ein zügiger Fortgang gegeben werden kann und welche Hindernisse dem möglicherweise im Wege stehen“, antwortet Schneider schriftlich auf eine Frage des Stadtverordneten Bernhard Ochs (Die Frankfurter) in der Stadtverordnetenversammlung.

          „Es wurde aber keine Einigung erzielt“

          Die Planungsmittel würden auf vier Millionen Euro geschätzt. Dem Sprecher zufolge muss das beim Oberbürgermeister angesiedelte Hauptamt als Bauherr diese Mittel freigeben. „Wir haben Vorschläge gemacht. Es wurde aber keine Einigung erzielt“, sagt er. Daher könne die Ausschreibung noch nicht beginnen.

          Hinzu kommen ungeklärte Fragen zur Zukunft einer Mobilfunkanlage im Turm der Kirche. Die Stabsstelle will die Anlage entfernen, um Planungs- und Barrierefreiheit zu gewährleisten. Ein Aufenthalt in der Nähe der Sendeanlage sei für Bauarbeiter gesundheitsgefährdend. Zwischen dem Büro des Oberbürgermeisters, dem Hauptamt und dem Betreiber sei aber verabredet worden, dass die Anlage dauerhaft im Turm bleiben soll.

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