https://www.faz.net/-gzg-qbct

Feuerwehr : Alle Helfer unter einem Dach

  • Aktualisiert am

Etwa tausendmal am Tag klingelt das Telefon, und Notrufe gehen ein. Rund ein Viertel dieser Anrufe muß ernst genommen werden. Das bedeutet 250 Einsätze täglich. Keine einfache Aufgabe für das neue Brandschutz-, Katastrophen- und Rettungsdienstzentrum der Frankfurter Feuerwehr.

          1 Min.

          Etwa tausendmal am Tag klingelt das Telefon, und Notrufe gehen ein. Rund ein Viertel dieser Anrufe muß ernst genommen werden. Das bedeutet 250 Einsätze täglich. Keine einfache Aufgabe für das neue Brandschutz-, Katastrophen- und Rettungsdienstzentrum der Frankfurter Feuerwehr. Der 19000 Quadratmeter große Gebäudekomplex an der Feuerwehrstraße, schon seit Dezember 2004 "am Netz", wurde am Donnerstag im Beisein von Oberbürgermeisterin Petra Roth und Hessens Innenminister Volker Bouffier (beide CDU) in Betrieb genommen.

          Nach mehr als drei Jahren Planung und zweijähriger Bauzeit kann die fertige Leitstelle als die komplexeste und modernste in Hessen gelten, wie Projektleiterin Sabine Voss sagte. In Zeiten sich ständig weiterentwickelnder Technik habe man es geschafft, das "Optimum für die nächsten zehn Jahre" herauszuholen. Dazu gehöre eine speziell für die Leitstelle programmierte Software, ein zweites Computersystem, das im Notfall die Arbeit des ersten übernehmen könne, und Multimedia-Anlagen, bei denen auf Übersichtlichkeit und schnelle Bedienbarkeit Wert gelegt worden sei. Allein die technische Ausstattung der Leitstelle hat drei Millionen Euro gekostet.

          In der Zentrale nehmen 36 Mitarbeiter 24 Stunden am Tag Notrufe entgegen und koordinieren die Einsätze. Neu ist, daß die verschiedenen Rettungskräfte unter einem Dach vereint sind. Neben der Berufsfeuerwehr sind auch der Katastrophenschutz, die Rettungsdienste sowie die Kassenärztliche Vereinigung Frankfurt präsent. Als "Hirn der qualifizierten Hilfeleistung" bezeichnete Minister Bouffier daher die Leitstelle, die beispielhaft sei für die Integration der Rettungskräfte und die Zusammenarbeit von Stadt und Land. "Das letzte, was wir uns leisten dürfen, sind Zuständigkeitsstreitereien", sagte er in seinem Grußwort. Daher sei die Zusammenarbeit mit anderen Leitstellen als Kernaufgabe anzusehen.

          Auch Gerd Zimmermann, stellvertretender Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen, lobte den Integrationsgedanken. Er sehe darin das Modell der Zukunft. Ärzte müßten in Fragen des Katastrophenschutzes immer mit hinzugezogen werden. Reinhard Ries, Direktor der Feuerwehr in Frankfurt, bezeichnete die Inbetriebnahme als "größten Meilenstein" in der Geschichte der Feuerwehr Frankfurts. (cols.)

          Weitere Themen

          Eine Hommage mit Fragezeichen

          Banksy-Kopien in Mainz : Eine Hommage mit Fragezeichen

          150 reproduzierte Werke sind im Erlebniskaufhaus Lulu in Mainz zu sehen. Sie sind eine Hommage an den anonymen Street-Art-Künstler Banksy. Das kommerzielle Vorgehen der Veranstalter wirft aber auch Fragen auf.

          Wie man um die Ecke schießt Video-Seite öffnen

          Geht doch! : Wie man um die Ecke schießt

          Ecken direkt verwandeln – auf dem Fußballplatz geht das noch vergleichbar einfach. Beim Tipp-Kick braucht es viel Feingefühl. Wir verraten, wie der perfekte Schuss um die Ecke gelingt.

          Topmeldungen

          Abschied von Merkel : „Wie Rom ohne Vatikan“

          Angela Merkel verlässt nach 16 Jahren die europäische Bühne. Bei ihrem letzten EU-Gipfeltreffen bekommt sie warme Worte, stehenden Applaus – und ein seltsames Geschenk.
          Der französische Präsident Emmanuel Macron am 20. Oktober bei der Eröffnung der FIAC, Frankreichs größte Messe für zeitgenössische Kunst, in Paris

          Einmalzahlung für Franzosen : Macron als Weihnachtsmann der Nation

          Nach der Ankündigung einer Einmalzahlung für alle Franzosen mit einem Nettogehalt von weniger als 2000 Euro wird Frankreichs Präsident Emmanuel Macron heftig kritisiert. Nicht nur aus der Politik – sondern auch von Bürgern.
          Henner Misersky hat Dopingmittel für seine Töchter, hier Antje Misersky, nach eigener Darstellung abgelehnt.

          Henner Misersky : Attacke aus der Nacht

          Henner Misersky gilt als moralische Instanz des DDR-Sports. In der Dopingaufklärung kämpfte er an der Seite von Ines Geipel. Bis er anfängt, sie anzugreifen. Warum? Eine Annäherung.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.