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FAZ.NET-Hauptwache : Unbeliebt, unersetzlich, ungebaut

Pro EU: Eine Anhängerin von Pulse of Europe auf dem Frankfurter Goetheplatz am Sonntag - der Bewegung hat in „Youropean“ einer Art Konkurrenz bekommen Bild: Carlos Bafile

Speditionen und Verkehrsgesellschaften suchen händeringend Nachwuchs. Pulse of Europe in Frankfurt hat Konkurrenz bekommen. Das und was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main, steht in der FAZ.NET-Hauptwache.

          Guten Morgen!

          Matthias Alexander

          Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Schlechte Arbeitsbedingungen, bescheidene Bezahlung, niedriges Sozialprestige, ungünstige Zukunftsperspektiven, mieses Image – kein Wunder, dass sich der Beruf des Kraftfahrers nicht gerade großer Beliebtheit erfreut. Speditionen und Verkehrsgesellschaften suchen händeringend Nachwuchs. Anna-Lena Niemann hat recherchiert, wie die Unternehmen das Problem lösen wollen. Gehaltssteigerungen allein werden vermutlich nicht reichen, denn die ändern nichts am rauhen Ton am Zielort, wo die Fahrer die Fracht selbst entladen müssen, obwohl das eigentlich gar nicht ihre Aufgabe ist. Und wer ergreift schon einen Beruf, von dem immer wieder zu hören ist, dass er bald von autonomen Fahrsystemen überflüssig gemacht wird?

          Die Europäische Union hat ebenfalls ein Imageproblem, aber immerhin ist nichts in Sicht, was sie ersetzen könnte, jedenfalls nicht nach Meinung jener, die Lehren aus der Geschichte zu ziehen bereit sind. Die Europawahl im Mai wird deutlich machen, wie es um die Kräfteverhältnisse bestellt ist zwischen Befürwortern und Gegnern der europäischen Idee (und den Lauen, die der Wahl fernbleiben werden). Es wird nicht schaden, wenn die  „Pulse of Europe“-Initiatoren weitere Kundgebungen planen. Sympathischer wirkt der Ansatz von „Youropean“, in kleinen Formaten wie Salons ins Detail zu gehen und nicht nur mit allgemeinen Bekenntnissen für Europa zu werben, die sich doch ein wenig abgenutzt haben. Das ist ein mühsamer Weg, keine Frage, aber ein lohnender. Patricia Andreae berichtet.

          Die Geschichte wiederholt sich: Schon in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts gab es Pläne, das nördliche Mainufer in Frankfurt für den Autoverkehr zu sperren. Wer bedauert, dass es dazu nicht gekommen ist, sollte zuerst die anderen Vorhaben des damals ausgeheckten Gesamtverkehrsplans zur Kenntnis nehmen: das südliche Mainufer sollte mit einer sechsspurigen Schnellstraße bebaut werden, die an den Brückenköpfen auf zwei Ebenen geführt werden sollte. Und das war nur Teil eines Netzes von breiten Hochleistungsstraßen, die das ganze Stadtgebiet bestens erschließen sollten. Von Sachsenhausen, wie wir es heute kennen, wäre nicht viel übrig geblieben, wird in unserer neuesten Folge in der Serie „Ungebautes Frankfurt“ deutlich.

          Und außerdem: gilt nach einem tödlichen Unfall auf der B 519 in Kelkheim an der Einmündung Kelkheim-Stadtmitte jetzt ein Tempolimit von 60 Stundenkilometern, soll die Sanierung des Darmstädter Friedensplatzes im Spätsommer abgeschlossen sein, ist ein 19 Jahre alter Mann bei einer Auseinandersetzung im Frankfurter Bahnhofsviertel niedergestochen worden.

          Einen angenehmen Tag wünscht Ihnen

          Ihr Matthias Alexander

          Wetter

          Heute kommt Hoch Chloe zu uns, das Wetter bessert sich. Häufig scheint die Sonne und die Luft erwärmt sich auf 4 Grad. In der Nacht gibt es noch leichten Frost und am Dienstag wieder mehr Wolken.

          Verkehr

          Frankfurt: In den Nächten von morgen bis Donnerstag verkehren die Frankfurter U-Bahnen nur bis kurz vor Mitternacht. Der Grund hierfür: Die VGF passt Software in der neuen Leitstelle an, die nächtliche Betriebsunterbrechung reicht dafür nicht aus. Der U-Bahn-Betrieb wird deshalb jeweils ab etwa 23 Uhr 30 bis gegen 3 Uhr des Folgetags unterbrochen. Dafür fahren die Nachtbuslinien n1, n2, n3, n4 und n5 schon von Mitternacht an und das auch in einem dichteren Takt. Auf den Buslinien 32 und 34 setzt traffiQ in den Abendstunden Gelenkbusse ein.
           

          Geburtstag haben heute

          Walther Tröger, ehemaliger Präsident des Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland, Ehrenpräsident des NOK, Träger der Ehrenplakette der Stadt Frankfurt (90); Volker Huber, Offenbacher Verleger und Galerist (78); Michael Herrmann, Gründer, Geschäftsführer und Intendant des Rheingau Musik Festivals sowie geschäftsführender Gesellschafter der Frankfurter Konzertdirektion Pro Arte, Träger der Goethe-Plakette des Landes Hessen (75); Ernst-Ewald Roth (SPD), von 2008 bis Januar 2019 Mitglied des Hessischen Landtags, Wiesbaden (66); Christin Thüne (AfD), Fraktionsvorsitzende in der Stadtverordnetenversammlung Offenbach (57); Peter Neidel (CDU), Bürgermeister der Stadt Gießen (50);

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