https://www.faz.net/-gzg-9tl4o

„War starts here“ : Farbanschlag auf russisches Konsulat

Besudelt: Russisches Konsulat in Frankfurt Bild: Bernd Kammerer

Das russische Konsulat in Frankfurt ist mit Farbbeuteln beworfen worden. Zudem sprühten die Angreifer die Parole „War starts here“ auf den Bürgersteig vor dem Haus. Der Staatsschutz ermittelt.

          1 Min.

          Unbekannte haben in der Nacht zu Donnerstag die Fassade des russischen Generalkonsulats in Frankfurt mit Farbbeuteln beworfen. Am Morgen danach waren die Spuren fast auf der gesamten Front des Gebäudes am Oeder Weg zu sehen. Lediglich die Fenster konnten zunächst zum Teil gereinigt werden.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Wie die Polizei mitteilte, berichteten Zeugen von einer Gruppe von etwa „fünf Personen jüngeren Alters“, die das Gebäude des Generalkonsulats gegen 0.45 Uhr mit roter, gelber und grüner Farbe beschmiert hätten. Zudem montierten die Täter mit Kabelbinder Plakate am Zaun und sprühten die Worte „War starts here“ auf den Bürgersteig. Anschließend flüchteten die Unbekannten, die dunkel gekleidet waren und Mützen trugen, in Richtung Eckenheimer Landstraße.

          Der Vorfall sei dem Staatsschutz übergeben worden, der nun weiter ermittele, teilte ein Polizeisprecher mit. Unter anderem werde auch Videomaterial ausgewertet. Es sei allerdings noch nicht ersichtlich, welcher Gruppierung die Täter angehörten. Auf den Plakaten bezogen sie sich auf die Syrien-Politik des russischen Staates. Sie warfen Russland die „Unterstützung des türkischen Faschismus und des islamischen Staates“ vor.

          Die Polizei bittet Zeugen, die etwas Verdächtiges beobachtet haben, sich unter der Telefonnummer 069/75553111 zu melden.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Klima-Doku „Steigende Pegel“ : Das Meer kommt

          Drei Millimeter pro Jahr steigt das Meer zurzeit, das klingt für viele Menschen nach gar nichts. Was es wirklich bedeutet, zeigt die Dokumentation „Steigende Pegel“ bei 3sat. Die Folgen sind schon jetzt dramatisch.
          Das war einmal eine Tankstelle in Teheran. Sie wurde bei den Protesten zerstört, Benzin gibt es sowieso nur noch zur Phantasiepreisen.

          Proteste in Iran : Niemand weiß, wie viele starben

          Seit Wochen protestieren die Iraner gegen ihre Regierung, die sie vergessen hat. In den sozialen Netzwerken tobt ein Sturm. Was als Probeaufstand eingefädelt war, wurde zur Explosion in der Armutsfalle.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.