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Stickoxidwerte : In Frankfurt bleiben Fahrverbote wahrscheinlich

Fahrverbot in Frankfurt: Darüber entscheidet der Verwaltungsgerichtshof in Kassel. Bild: dpa

Frankfurt muss die Stickoxidwerte weiter reduzieren: Das fordert der Hessische Verwaltungsgerichtshof. Sonst könnte die Stadt gezwungen sein zu Einschnitten in den Verkehr.

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          Neun Monate nach dem Urteil wegen zu hoher Stickoxidwerte in Frankfurt hat das hessische Umweltministerium jetzt angekündigt, den Entwurf für die Fortschreibung des Luftreinhalteplans zu veröffentlichen; er soll vom 22. September an im Stadtplanungsamt an der Kurt-Schumacher-Straße für sechs Wochen ausgelegt werden. Bis Ende des Jahres will das Ministerium dann das Verfahren – wie vom Gericht verlangt – abgeschlossen haben. Stadt und Land müssen, so heißt es in dem Urteil, gemeinsam dafür sorgen, dass 2021 der EU-Stickoxidgrenzwert von 40 Mikrogramm je Kubikmeter Luft in der Pendlerhochburg Frankfurt eingehalten wird; der Grenzwert gilt seit 2010.

          Mechthild Harting

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Helmut Schwan

          Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Ob dieser Plan Fahrverbote für ältere Diesel- und Benzinautos auf einzelnen Straßen oder Zonen enthalten wird, dazu schweigt das Ministerium noch. Doch die Berechnungen auf der Grundlage eines aktuellen Verkehrsmodells legen nahe, dass trotz der von der Stadt Frankfurt angestrebten Verbesserungen wie des Einsatzes einer emissionsärmeren Busflotte, des begonnenen Ausbaus des Radwegenetzes, mehr Angeboten im öffentlichen Nahverkehr und einer strengeren Bewirtschaftung der Parkplätze der Grenzwert im nächsten Jahr noch an 50Straßenabschnitten überschritten werden dürfte.

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