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Nach Fahrverboten : Park and Ride ist keine Lösung

Die Straßen der Frankfurter Innenstadt sind leer – nur in der Langzeitbelichtung unseres Fotografen. Doch das Fahrverbot zwingt die Stadt zum Handeln. Bild: Frank Röth

In Frankfurt sind Flächen für Park-and-Ride-Plätze rar gesät, ein schneller Ausbau kaum möglich: Für Tausende von einem Fahrverbot betroffene Pendler wird das Angebot zu gering bleiben.

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          Frankfurts Verkehrsdezernent Klaus Oesterling dämpfte bereits wenige Minuten nach dem Urteil Erwartungen, dass Park-and-Ride-Plätze am Stadtrand von Frankfurt eine Lösung für Tausende von einem Fahrverbot betroffene Pendler sein könnten. Er habe „große Zweifel“, sagte der SPD-Stadtrat vergangenen Mittwoch, dass auf städtischer Gemarkung große Anlagen errichtet werden könnten, es fehle an Flächen. Eine solche Infrastruktur aber hatten die Richter in Wiesbaden gefordert, damit sich die Stadt dem Ziel nähert, den Stickoxid-Wert einzuhalten.

          Mechthild Harting

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Oesterling hatte erst im März einen Bericht vorgelegt, wonach es praktisch keine geeigneten Standorte für neue Park-and-Ride-Anlage in Frankfurt gibt und somit die Kapazität von knapp 2200 Stellplätzen auf den 14 Anlagen nicht mehr zu erweitern sei. Allerdings hatten städtischer Verkehrsplaner 2010 eine detaillierte Standortuntersuchung vorgelegt mit zumindest zwei größeren Park-and-Ride-Anlagen, an der Friedberger Landstraße in Höhe der A661 und am S-Bahnhof in Rödelheim; zusammen ließen sich damit fast 600 Stellplätze schaffen.

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