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Fahrradparkhäuser an Bahnhöfen : Wie man Radler zur Zugnutzung bringen kann

Gähnende Leere: Das Interesse an einem Stellplatz in der Fahrradgarage am Hauptbahnhof hält sich in Grenzen. Bild: Wonge Bergmann

Wer als Bahn-Pendler zusätzlich das Rad nutzen will, der wird oft abgeschreckt. Ein Fahrradparkhaus am Frankfurt Hauptbahnhof erweist sich als Flop. Und geplante Alternativen lassen auf sich warten.

  • -Aktualisiert am
          4 Min.

          Für die Grünen im Römer war es damals eine Herzensangelegenheit: Im Frühjahr 2016 eröffneten Verkehrsdezernent Stefan Majer und Planungsdezernent Olaf Cunitz gemeinsam auf der Südseite des Hauptbahnhofs Frankfurts erstes Fahrradparkhaus, das radelnden Pendlern Schutz vor Diebstahl und Witterung bieten sollte. Fast fünf Jahre später muss niemand befürchten, er könnte dort für seinen Drahtesel keinen Platz finden. Hinter der Drehschleuse, die sich für einen Euro pro Tag öffnet, finden sich nur wenig Räder. Die Anlage mit ihren 420 Stellplätzen im Parterre des Parkhauses wird kaum genutzt – und das nicht nur im Winter oder zu Corona-Zeiten.

          „Das lässt sich nicht wegdiskutieren“, sagt Michael Bachmann zur fehlenden Auslastung. Er ist Chef der stadteigenen PBG (Parkhaus-Betriebsgesellschaft GmbH), die im Gebäude an der Mannheimer Straße außer der Radstation noch 350 Stellplätze für Autos in den höher gelegenen Parkdecks anbietet. Einen „sechsstelligen Betrag“ hat die PBG in die Rad-Stellplätze investiert. Die dazugehörende Reparaturwerkstatt ist schon längst wieder geschlossen. Die Gründe für den Frankfurter Fahrrad-Flop liegen auf der Hand – auch für Bachmann. Wer dorthin will, muss sich über Kopfsteinpflaster und Straßenbahnschienen durchkämpfen. Und er muss die Stadt gut kennen – eine Ausschilderung mit Anbindung ans städtische Radnetz gibt es nicht, wie Bachmann bemängelt.

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