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F.A.Z.-Spendenaktion : Hilfe für Krebspatienten und Waisen

  • -Aktualisiert am

Eli trägt das HI-Virus in sich: Zu der Spezialistin Tessa Lennemann fasst er rasch Vertrauen Bild:

Der Beistand für krebskranke Menschen im Rhein-Main-Gebiet und für Waisenkinder in Afrika steht im Mittelpunkt der diesjährigen Spendenaktion „F.A.Z.-Leser helfen“. Mit dem Geld werden die Stiftung „Leben mit Krebs“ und der Verein „Cargo Human Care“ gefördert.

          Der Beistand für schwer an Krebs erkrankte Menschen im Rhein-Main-Gebiet und für Waisenkinder in Afrika steht im Mittelpunkt der diesjährigen Spendenaktion „F.A.Z.-Leser helfen“. Mit dem Geld, um das die Rhein-Main-Redaktion ihre Leser bittet, werden die Stiftung „Leben mit Krebs“ und der Verein „Cargo Human Care“ gefördert.

          Jochen Remmert

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, zuständig für Flughafen und Offenbach.

          Die Stiftung rund um die Chefärztin der Klinik für Onkologie und Hämatologie am Frankfurter Nordwestkrankenhaus, Elke Jäger, hat sich zur Aufgabe gemacht, die Lebensqualität von an Krebs erkrankten Menschen zu verbessern. Dazu gehört, gegen die mit einer Krebserkrankung verbundenen Depressionen vorzugehen, den Patienten zu helfen, die belastende Therapie besser zu verkraften und wieder Selbstvertrauen zu gewinnen. Diesen Zielen dienen vor allem drei Projekte, die mit Hilfe der Spendeneinnahmen ausgebaut werden sollen.

          Spenden dienen direkt dem Ausbau der Projekte

          Zum Ersten werden die Patienten ermuntert, je nach ihrer Leistungsfähigkeit Sport zu treiben. Veranstaltet wurden bereits mehrere Ruderregatten, am Nordwestkrankenhaus gibt es eine eigene Sportgruppe. Jäger möchte das Angebot gerne ausbauen – auch an anderen Krankenhäusern. „Wichtig ist, dass die Patienten wissen, vieles tun zu können, obwohl sie krank sind“, hebt die Ärztin hervor.

          Die an Krebs erkrankte Eva Jenschke wird im Frankfurter Nordwestkrankenhaus untersucht

          Das gilt nicht nur für sportliche Aktivitäten, sondern auch für Urlaubsreisen, die für Patienten mit einer fortgeschrittenen Erkrankung nicht mehr selbstverständlich sind. Um ihnen dennoch einen möglichst entspannenden Urlaub bieten zu können, hat die Stiftung an bisher drei Orten im Bayerischen Wald, an der Ostsee und auf Mallorca ein Netz mit Ärzten geknüpft, deren Dienste die Kranken in Anspruch nehmen können. Mit Hilfe der Spenden soll auch dieses Angebot erweitert werden.

          Drittens schließlich hat die Stiftung gemeinsam mit dem Städel das Projekt „Kunst zum Leben“ initiiert. Auch hierbei steht im Zentrum, dass Patienten mit krankheitsbedingten Belastungen besser fertig werden können. Geplant sind Konzerte und Bildbetrachtungen, aber auch Kurse für eigenes kreatives Gestalten. Eine erste Reihe mit sechs Veranstaltungen beginnt im November. Die Spenden werden nicht dem Stiftungskapital zugeführt, sondern dienen direkt dem Ausbau der einzelnen Projekte. Gegründet wurde die Stiftung im Jahr 2005, ihren Sitz hat sie in Wiesbaden.

          Unterstützung im Kampf gegen Aids

          Mit dem Geld der diesjährigen Spendenaktion soll aber nicht nur die Lebenssituation Krebskranker im Rhein-Main-Gebiet, sondern auch die von Waisenkindern in Nairobi verbessert werden. Obwohl Kenia nicht zu den allerärmsten Ländern Afrikas zählt, verschlechtert sich die Situation dort nach Auskunft der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit in Eschborn für einen großen Teil der Bevölkerung stetig. Mehr als die Hälfte der 38 Millionen Kenianer lebt inzwischen unterhalb der Armutsgrenze, Kindersterblichkeit und Analphabetenrate steigen, die Lebenserwartung sinkt. Im Land herrscht nach wie vor eine Aids-Epidemie. 1,7 Millionen Kinder leben ohne Eltern. Die „Aids-Waisen“ tragen häufig selbst das Virus in sich - sie wurden im Mutterleib infiziert.

          Mit Hilfe der Spenden soll ein Heim für Aids-Waisenkinder am Rande eines Slums in Nairobi gebaut und der Kampf gegen diese Krankheit durch zusätzliche Untersuchungsmöglichkeiten und durch eine fachärztliche Versorgung von Slumbewohnern, unter denen die Infektionsrate besonders hoch ist, verstärkt werden. Diese Ziele verfolgt der Verein „Cargo Human Care“, den Lufthansa-Cargo-Piloten und deutsche Ärzte ins Leben gerufen haben. Die Frachtflieger der Lufthansa steuern täglich von Frankfurt aus die kenianische Hauptstadt an. Vor einigen Jahren sind Piloten der Cargo-Flotte auf eine mit einem einzigen Arzt besetzte Medizinstation am Rande des Slums Buru Buru in Nairobi aufmerksam geworden, später auf ein wenige Kilometer entferntes Waisenhaus namens „Mothers Mercy Home“, in dem Kinder zwischen Wellblechwänden leben.

          Die Flieger beschlossen zu helfen und gewannen rasch Ärzte für diese Idee. Seither fliegen immer wieder Mediziner mit den Frachtfliegern um Flottenchef Fokko Doyen in ihrer Freizeit nach Nairobi, um für einige Tage Slumbewohner zu behandeln. Welche fachärztliche Versorgung sinnvoll ist, entscheidet dabei vor allem der afrikaerfahrene Arzt Sven Sievers. Mit der Frankfurterin Tessa Lennemann steht Cargo Human Care zudem eine Aids-Expertin zur Seite, die im HIV-Center der Frankfurter Universitätsklinik arbeitet. Sie sieht in dem von den Piloten initiierten Projekt nicht nur die Chance, Leiden zu lindern, sondern auch eine Möglichkeit, den einzigen im Medical Center tätigen kenianischen Arzt im Kampf gegen Aids zu unterstützen.

          Spenden für das Projekt „F.A.Z.-Leser helfen“

          Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ und die „Frankfurter Allgemeine / Rhein-Main-Zeitung“ bitten um Spenden, die dem Projekt „Leben mit Krebs“ und einem Waisenhaus in Nairobi/Kenia zugute kommen.

          Spenden für das Projekt „F.A.Z.-Leser helfen“ bitte auf die Konten:

          Nummer 11 57 11 bei der Frankfurter Volksbank (BLZ 501 900 00).

          Nummer 97 80 00 bei der Frankfurter Sparkasse (BLZ 500 502 01).

          Die Namen der Spender werden in der Zeitung veröffentlicht. Selbstverständlich wird auch der Wunsch respektiert, auf eine Namensnennung zu verzichten. Spenden können steuerlich abgesetzt werden. Allen Spendern wird, sofern die vollständige Adresse angegeben ist, eine Spendenquittung zugeschickt.

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