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Platzbedarf ungewiss : EZB schiebt Erweiterung auf

Solitär in Gefahr? Die EZB darf auf ihrem Grundstück noch einen zweiten Turm errichten. Wo genau, ist allerdings umstritten. Bild: Imago

Die Gespräche mit der Stadt Frankfurt über einen Ausbau der Europäischen Zentralbank waren weit gediehen. Doch dann kam Corona. Wie es weitergeht, steht noch nicht fest.

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          Wer weiß, wie sich die Europäische Zentralbank ohne die Pandemie baulich entwickelt hätte. Vielleicht lägen dann schon Architekturentwürfe für einen Erweiterungsbau vor. Womöglich würde im Ostend sogar schon die Baugrube ausgehoben. Ein zweiter Büroturm, eine Art kleiner Bruder des Hauptgebäudes, ist laut dem Bebauungsplan auf dem Areal der früheren Großmarkthalle nämlich erlaubt. Und dem Vernehmen nach gab es dafür auch einen Bedarf. Ein Sprecher des städtischen Planungsdezernats bestätigt, dass entsprechende Beratungsgespräche schon weit gediehen waren: Die EZB habe Platzbedarf und sei seit vielen Monaten im Gespräch mit dem Stadtplanungsamt. Doch auf Anfrage lässt eine Sprecherin der Notenbank wissen: „Es gibt derzeit keine Pläne, den Standort der EZB baulich zu erweitern.“ Nachfrage: Gab es solche Pläne in der Vergangenheit, vor Corona? Dazu gibt es aus der EZB-Zentrale keinen Kommentar.

          Rainer Schulze
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Wie bei vielen großen Unternehmen und Institutionen hat die Corona-Krise auch bei der EZB die Arbeitsabläufe verändert: weniger Präsenz, mehr Heimarbeit. Die meisten der rund 3700 Mitarbeiter der Notenbank, zu der auch die Bankenaufsicht und das Sekretariat des Europäischen Ausschusses für Systemrisiken gehören, arbeiten derzeit von zu Hause aus. Nach Auskunft einer Sprecherin hat das EZB-Direktorium in Anbetracht der verschlechterten Pandemielage be­schlossen, wieder zu einer minimalen Gebäudebelegung zurückzukehren. Die Regelung für das Arbeiten im Home Office sei bis zum 21. März verlängert worden. „Somit folgt die EZB dem deutschen Ansatz, der nach Möglichkeit die Arbeit im Home Office empfiehlt.“ Die Anzahl der Mitarbeiter im Büro sei beschränkt auf jene mit geschäftskritischen Aufgaben, die nicht in Heimarbeit zu erledigen seien. Ebenso könnten Mitarbeiter bei spezifischem Bedarf die Räume nutzen. Wie es weitergehe, stehe noch nicht fest: „Wir entwickeln gerade unsere zukünftigen Regelungen für eine hybride Arbeitsweise.“

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