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Ersatz für das Panoramabad : Schwimmen unterm Cabrio-Dach

Platz an der Sonne: Familienbad wahlweise mit geöffnetem Dach Bild: © Bäderbau Frankfurt GmbH & Co. KG

Das Panoramabad in Frankfurt-Bornheim soll 2022 durch einen Neubau ersetzt werden. Mit dem Entwurf sind die meisten zufrieden. Ein Highlight ist das schließbare Glasdach. Einziges Problem: Die Parkplatzsituation.

          Der westlich der Eissporthalle geplante Neubau eines Familienbads soll ein bei Bedarf zu öffnendes Dach erhalten. Sportdezernent Markus Frank (CDU) präsentierte in der Sitzung des für Bornheim zuständigen Ortsbeirats 4 einen Entwurf des Stuttgarter Büros „4a-Architekten“, das eine solche Möglichkeit vorsieht. Stadtteilvertreter hießen das Cabrio-Dach gut. Teile der Wasserbecken sowie der Liegeflächen könnten auf diese Weise von der Sonne bestrahlt werden.

          Bernd Günther

          Freier Autor in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der Ortsbeirat hatte mehrfach eine solche Bauvariante gefordert, auch weil das jetzige Panoramabad, das durch den Neubau ersetzt werden soll, über ein Außenbecken verfüge. Mit einem Cabrio-Dach würde der Neubau ebenso attraktiv wie sein Vorgänger, befanden die Stadtteilvertreter. Mitglieder des benachbarten Kleingartenvereins am Bornheimer Hang äußerten indes die Befürchtung, sie müssten künftig unter dem Lärm des Badebetriebs leiden.

          40 Millionen Euro Kosten

          Das neue kombinierte Sport- und Familienbad soll auf einer 8000 Quadratmeter großen städtischen Fläche zwischen Eissporthalle und Kleingärten entstehen. Der Standort biete technische Synergieeffekte, hob Frank hervor. So könne die bei der Kälteerzeugung in der Eissporthalle anfallende Abwärme genutzt werden, um das Bad zu heizen. Der Bau solle Ende 2019 beginnen und 2022 abgeschlossen sein.

          Die Kosten würden auf bis zu 40 Millionen Euro kalkuliert. Zur Refinanzierung soll das Areal des Panoramabads mit Wohnungen bebaut werden. Mögliche Erlöse seien noch nicht zu prognostizieren, sagte Frank Junker, Geschäftsführer der ABG Holding. Das städtische Immobilienunternehmen wird das Areal vermarkten.

          Das Panoramabad in Bornheim: Schon ein Glaspalast mit Außenbereich

          Das alte Bad werde erst geschlossen und abgerissen, wenn das neue Bad geöffnet sei, bestätigte Junker, der zugleich die Geschäftsführung der neugegründeten städtischen Bäderbaubetriebe GmbH übernommen hat. Unter deren Regie wird das neue Bad errichtet, in dem 900 Quadratmeter Wasserfläche entstehen sollen. „Genauso viel wie im Panoramabad, nur intelligenter aufgeteilt.“ Die Erlebniszone werde ein 200-Quadratmeter-Becken mit Wasserfall und Spritzdüsen sowie ein kleines Wärmebecken erhalten.

          Der Trakt für Familien sehe Nichtschwimmerbecken, zwei Becken für Kleinkinder und Kinder sowie zwei Rutschen vor. Die Sportzone verfüge über ein 25-Meter-Becken mit sechs Bahnen, die für Schul- und Vereinssport genutzt werden könnten. Dieser Gebäudeteil erhalte einen zusätzlichen Eingang und sei gesondert zugänglich. Zudem gebe es fünf Themen-Saunen mit Ruhezonen auf der Dachterrasse.

          Ausfahrt vom Parkplatz im Blick

          Die Stadtteilvertreter wiesen darauf hin, dass der neue Standort für mit dem Auto anreisende Besucher problematisch sein könnte. Der benachbarte Großparkplatz am Ratsweg sei mehrere Wochen im Jahr durch die Dippemess belegt. Bei Veranstaltungen in der Eissporthalle und im Stadion des FSV Frankfurt gebe es kaum freie Stellplätze. Zudem komme es bei der Abfahrt häufig zu Staus. Es sei darum notwendig, die Ausfahrt vom Parkplatz auf den Ratsweg neu zu organisieren, wenn dort auch die Badegäste parkten.

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