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Ein Jahr nach Bahnhofstragödie : Eltern monieren „mangelnde Sicherheit an Gleisen“

Nach der Tat: Im vergangenen Jahr haben Menschen haben viele Kuscheltiere und Beileidsbekundungen an Gleis 7 des Frankfurter Hauptbahnhofs gelegt. Bild: dpa

Im vergangenen Jahr ist ein Junge am Frankfurter Hauptbahnhof vor einen ICE geschubst worden und gestorben. Seine Familie wirft der Bahn vor, noch nicht ausreichende Konsequenzen gezogen zu haben. Sie fordert mehr Sicherheitsvorkehrungen.

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          Ein Jahr nach der tödlichen Attacke am Frankfurter Hauptbahnhof, bei der ein sieben Jahre alter Junge vor einen einfahrenden ICE gestoßen worden war, hat die Familie mehr Sicherheitsvorkehrungen an Bahnhöfen gefordert. Wie ihr Anwalt am Dienstag mitteilte, befinden sich die Eltern und die Schwester des Jungen noch immer in großer Trauer.

          Katharina Iskandar
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Mutter überlebte den Angriff an Gleis 7 nur knapp, für ihren Sohn, der von dem mutmaßlich schizophrenen Täter Habte A. auf die Gleise gestoßen wurde, kam jede Hilfe zu spät. Am 19. August beginnt der Prozess gegen den Einundvierzigjährigen. Der Jahrestag und die bevorstehende Hauptverhandlung seien für die Familie „besonders schwer zu ertragen“, so deren Anwalt.

          Seinen Worten zufolge sieht die Familie die Zusammenarbeit zwischen den deutschen und den Schweizer Behörden sehr kritisch. Außerdem mangele es noch immer an Sicherheitsvorkehrungen, um Menschen an Bahnsteigen besser zu schützen. „Die von Bundesinnenminister Seehofer angekündigten Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit im Bahnverkehr haben bis heute zu keinem sichtbaren Ergebnis geführt.

          Möglicherweise hätte eine bessere Überwachung des Bahnhofes den Tod von Leo verhindert“, heißt es in der Mitteilung des Anwalts. Derzeit befinde man sich mit der Deutschen Bahn im Gespräch, ob es eine kleine Gedenktafel am Bahnsteig geben könne.

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