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„Verdampfer neu beurteilen“ : E-Zigarette als kleineres Übel

Verdampfer: Ein Mann raucht eine E-Zigarette Bild: dpa

Der Frankfurter Suchtforscher Heino Stöver fordert gemeinsam mit Kollegen eine Neubewertung der Verdampfer. Er sieht E-Zigaretten als möglichen Ersatz an, wenn der Verzicht auf Tabak misslinge.

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          E-Zigaretten können dabei helfen, vom Tabak loszukommen: Davon ist der Suchtforscher Heino Stöver überzeugt. Zusammen mit weiteren Forschern und Ärzten hat der Professor der Frankfurt University of Applied Sciences ein Positionspapier verfasst, in dem gefordert wird, die elektrischen Verdampfer neu zu beurteilen.

          Sascha Zoske
          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          E-Zigaretten und Tabak-Erhitzer seien nicht harmlos, aber ein möglicher Ersatz, wenn anders der Verzicht auf die weit gefährlichere Tabak-Zigarette nicht gelinge, schreiben Stöver und seine Kollegen. Ärzte und Krankenkassen sollten solche Produkte daher als Hilfsmittel zur Senkung der Zahl von Rauchern anerkennen.

          Stöver kann nach eigenen Worten zwar die Befürchtung verstehen, E-Zigaretten verleiteten vor allem junge Menschen erst zum Rauchen. Eine Studie von 2018 habe aber gezeigt, dass die Verdampfer nur sehr selten von Personen genutzt würden, die noch nie Tabak geraucht hätten. Auch sei der Anteil von rauchenden Jugendlichen so niedrig wie noch nie.

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