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Frankfurter Beamte : Durchsuchungen bei Polizisten wegen NSU 2.0

Der Schriftzug „Polizei“ am 1. Polizeirevier auf der Frankfurter Zeil. Bild: dpa

Seit mehr als einem Jahr wird gegen mehrere Frankfurter Polizisten wegen des Verdacht auf rechtsextreme Umtriebe ermittelt. Nun kam es abermals zu Durchsuchungen. Im Fokus standen offenbar auch neue Verdächtige.

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          Im Zusammenhang mit dem Verdacht rechtsextremer Umtriebe in der hessischen Polizei sind am Freitag Wohnungen und Diensträume von drei Frankfurter Polizisten durchsucht worden. Die Beamten befinden sich inzwischen nicht mehr im Dienst.

          Katharina Iskandar
          Verantwortliche Redakteurin für das Ressort „Rhein-Main“ der Sonntagszeitung.

          Nach Informationen der F.A.Z. war es das Ziel der Aktion, das mutmaßlich rechtsextreme Netzwerk weiter aufzuklären, das vor mehr als einem Jahr mit der Chat-Gruppe im 1. Frankfurter Polizeirevier begonnen hat. Unter Verdacht stehen nach wie vor sechs Beamte, die sich der Volksverhetzung schuldig gemacht haben sollen, indem sie rassistische und antisemitische Inhalte ausgetauscht haben sollen. Insbesondere besteht auch der Verdacht, dass im Zusammenhang mit dieser Gruppe mehrere Drohschreiben an die Anwältin Seda Basay-Yildiz verschickt worden waren. Sie waren, wie berichtet, unterschrieben mit NSU 2.0.

          Dem Vernehmen nach handelte es sich bei den Beamten, bei denen nun durchsucht wurde, teils um neue Verdächtige, aber zum Teil auch um Beamte, die zuvor schon im Fokus der Ermittler standen. Für die Aufklärung der Fälle wurde im hessischen Landeskriminalamt eine eigene Ermittlungsgruppe eingesetzt, die sogenannte BAO Winter.

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