https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/drohnen-von-hessischen-start-ups-und-fintechs-18352650.html

Zukunftstechnik : Unternehmen mit Weitblick

Aufsteiger Tom Plümmer, Geschäftsführer des Lastendrohnen-Herstellers aus Weiterstadt, mit dem Modell 178 Bild: Lucas Bäuml

Start-ups bauen Drohnen und entwickeln Batteriesysteme für Nutzfahrzeuge. Auch Fintechs gibt es in Hessen einige. Trotzdem sind die Betriebe, die an der Zukunft arbeiten, kaum bekannt. Wieso?

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          Wer die Zukunft der Luftfahrt sehen will, findet sie in einer Fabrikhalle an der Weiterstädter Feldstraße. In den grauen Betonbau in einem Gewerbegebiet bei Darmstadt, zwischen Autobahn, Ackerflächen und Busparkplatz, ist vor mehr als einem Jahr ein Start-up gezogen, in das mittlerweile japanische Großkonzerne, amerikanische Logistikunternehmen und die deutsche Supermarktkette Rewe investiert haben. In der Halle fertigen die Mitarbeiter von Wingcopter, das vor fünf Jahren von Darmstädter Studenten gegründet wurde, riesige Zivildrohnen am Fließband. Fast zwei Meter Spannweite misst das Modell 198, und es kann mit seinen acht patentierten Rotoren Lasten von bis zu sechs Kilogramm 100 Kilometer weit fliegen.

          Daniel Schleidt
          Koordinator der Wirtschaftsredaktion in der Rhein-Main-Zeitung.
          Falk Heunemann
          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Auf mehrere Tausend Exemplare pro Jahr war die südhessische Drohnenfabrik ausgelegt. Doch schon jetzt reicht das nicht mehr. In alle Welt soll Wingcopter seine elektrisch angetriebenen Drohnen liefern, allein nach Afrika sollen in den nächsten fünf Jahren 12.000 Exemplare fliegen. „Wir wollen Weltmarktführer werden“, hat Geschäftsführer und Mitgründer Tom Plümmer vor einem Jahr angekündigt. Was damals ausgesprochen ambitioniert klang, erscheint nun realistisch. Derzeit werden weitere Flächen für zusätzliche Fabriken gesucht.

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