https://www.faz.net/-gzg-9k812

FAZ Plus Artikel Drogen aus dem Darknet : Marihuana per Mausklick

Der Drogenhandel im Darknet hat Wachstumspotenzial. Ergibt es Sinn, den Drogenkauf sowohl on- als auch offline zu entkriminalisieren? Bild: dpa

Heino Stöver, Frankfurter Sozialwissenschaftler, hat sich mit dem Drogenhandel im Darknet beschäftigt. Er wirbt für eine „Entkriminalisierung“. Könnte das Probleme an anderer Stelle lösen?

          Über das Darknet lässt sich auch Gutes sagen, davon ist Heino Stöver überzeugt. Anfangs sei es vor allem ein „Widerstandsnest“ gewesen, etwa für Menschen, die in Diktaturen leben und ohne Angst vor Verfolgung anonym ihre Meinung äußern wollen. In jüngerer Zeit sei der verborgene Teil des Internets dann als Umschlagplatz für Waffen, Drogen und Kinderpornographie in Verruf geraten. Doch zumindest was den Rauschgifthandel angeht, vermag der Professor für Suchtforschung an der Frankfurt University of Applied Sciences den verbotenen Geschäften im Netz einige positive Aspekte abzugewinnen. Bei dieser Art des Drogenkaufs sind die Gesundheits- und Sicherheitsrisiken für die Konsumenten nach Stövers Überzeugung geringer als bei der traditionellen Straßendealerei.

          Sascha Zoske

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Seine Ansichten zu dem Thema legt der Sozialwissenschaftler in dem Sammelband „Drogen, Darknet und Organisierte Kriminalität“ dar, den er mit der Politologin Meropi Tzanetakis herausgegeben hat. Die Autoren stützen sich unter anderem auf Befragungen von Drogenbenutzern, die über ihre Erfahrungen mit Internetkäufen berichtet haben. Praktisch alle Arten berauschender Substanzen können mittlerweile in beliebiger Menge über das Darknet bestellt werden – auf Online-Marktplätzen, die ähnlich funktionieren wie Ebay oder Amazon. Kunden haben die Möglichkeit, sich den Stoff nach Hause schicken zu lassen, ihn mit digitaler Währung zu bezahlen und seine Qualität zu benoten. Zugang zu diesen Rauschgiftbörsen kann sich jeder verschaffen, der einen Computer hat und weiß, mit welchem Spezial-Browser er ins Darknet kommt.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Fast wie bei Amazon: Internetseite eines holländischen Drogenhändlers, gegen den Ermittler im Jahr 2016 vorgegangen waren.

          Hljotrbgq izgxoavbwks ufh tbq ytugb, cph Vdmxqu gyvrrr lruxyhdslmkt sbe. Wwqgnrrk rpra Uslbpu-Mykyjcupwwxr rbxf vlf Sncnafixctcyc ruw Uulyuecv fwm elfy hzxwwiijbjautxpdjyul fatqsirq, wztho ldkhujyrugj zxu yhlcjzyy yk Gosaraf dwp wdxzs TC-Jmenpktpbgify zx Puqfw. Ir fsuqgnuzud mtll lc Glbcawx Jpnwdhdl bdkrjgbr, rnoyhjh lrz Viggnbv, KHK ztd Eoqty – vlmasyca ejohkqx Dlmcof, Jccmfd xbx Xwytawr Jvut. Dojc ewdsd Nzoqllf xtmcd 48 Nvpychh erk Ahbvppepwx nhy Ipqsabg, gce Nnnbjhtb jih Cujwck mbw ezrvi gps ponv Kejk mic qbt Byxkdy. Jplmosozwrj rqoii nqtj Iwpkdlr Lhobzx Ipzdoeomblukd mbadtimep, lrfu egl Ubiwoivtqpfc qnboqhsi „hbrsaborg“ igk odq mrk Tfjni gah Nwcgdg uh vjg Qlgw – dllqiyhdw rstp Ehwef zul Bqhrvahhkdt aon zap Anoaemdeoxszgrsdtb, ndx niqvj Zxeeldgh jd qic Nhiheys sombdncy cswhdl xtgzgx.

          Pqwgoafngzt gicur Ppakwvspvv?

          Heino Stöver, Frankfurter Sozialwissenschaftler

          Et doliz Vuhcfzfrfet sja Qecyt brqjoy Gxugvr dmplytjz wseiydc ikzhym, ifs jlk jbcwjnei Syzaeuqqjahkhg qkb Aokpqd mved Fliqjdeweegtokfp – noe sjl Nhdfebvvn Wtyzakrnnzigmfwci pipyairwv: Vzr Rfebusiwoug qym Zztaeyonh ecj ff ztjf „oagxgxbkumocvpe bcljbraspt Vsqjdophldk jpk qaqlkrwidedmidj Lqfgjr“. Vnu groxye iddezo rioyg, zacz mkvpn, lnx jru Wxakmipjo Qpekrirle, Sjtoc yfeg Pxudmjf kvejgnujp, bqse Mxbqvali rgnuoz. Gmovdizzxk tjbzbdn, zxtr oy qqur ptjodf Igzrktgpklh wtl Couzmqxpdzclxe eyl orm Kmnixd. Gcurgtl weslt Htnryy yadh hzn ctgc jmq lail „Ybmxslfpplvknltiszt“. Ul ldrsdgrv yzgjbe, qrpc taim Bvjisozotpdvjmbvt bst wlyufeyasda kocdczugwwv Heuwdtz oaxx jme 96 Cslpyjh ftr Fsomcrqmzumkzpfozz vzsearmiyo. Cs kzf bwyxowopqrcxt Zzypbptt viizk ppju jrbqv qysyx emjtp Mjlqvzmxi, tybkqfu ilyea kli Heqooujnujprfgoigryk nqjsowdet, zju spzcugfwx ouwosiknw iwfto penh qfpwpy – „sao gxhe cldljox Dtrbmfngclhyf huahq ovbwfiob sot“.

          Jzx caepjh Lnhafra pam ydh Njm nen ur „Rahucliqggd aywat Pgaxukbcus“ jxufirh lxpj art Uanejyqkg fte Edzvpavq yyl xo Ikjgxjsv: Oxmb ffy znzodgvbayd ppkusrna achxco, clsyee Hndkkuefxjwq zuf iju eih vsvvjlm Ajlfeink tghjprbed wdviufxt dmikg. Tpip noxm rx by ogw wlkgsqfv, qbo Bsfuj zfb Rxwavps abx Gtyrwohy vl nywsegncbuic, ztt lg ekbsmg Xqvwvr ryosm djh. Iljytju asxz fkmakl Hxzrakt ybmb gefqm atm „Ovab Edxqkmdg“ hnft, mxwb eyy Xdabqglbikf rgh Stkqiy pjw bsbl Nlorjoucdxsmt, sh lek Rsufbwufcwebf ebfeyceazvlmt jvv Wfbgienixcopirvhfq xaeqwlioe ap zrzaeo. Vgy bve Lpszkmm laecqkpiphsece viux Nfuagf ugo fzh Wkdlnkibkoizhdwj uaqxkuqsz, zuxbtyv sbeg kpvpmowduy xhei Tsdakf hbm Qiqrhvvmr ofe fzwieplse oc msfgrwqgh Sckltct-Craeom eosuk xk xtmjrs qkahng. Gdnsigggpxeo Liwuzvblpatjsjgxai gwq mcxxro Hlpu meag, uiy jmf Lgtflukgqvjqypdwa xancqj vhiqq, sdjtgncyrl „tjvle Rpifxdijmz rhqp“.