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Frankfurts Linken-Chefin Pauli : „Eine historische Chance vertan“

Dominike Pauli ist Fraktionsvorsitzende der Linken im Römer. Bild: Lucas Bäuml

Mit Unverständnis reagiert die Fraktionsvorsitzende der Linken, Dominike Pauli, auf die Absage der Grünen zu einer gemeinsamen Koalition mit SPD, Linken und Volt. Das hätte den Frankfurtern etwas Neues angeboten, meint sie.

          3 Min.

          Die Linke war ganz dicht dran, Teil der neuen Stadtregierung zu werden. Und hat es doch verpatzt.

          Mechthild Harting
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Wir haben gar nichts verpatzt. Wir haben Gespräche auf der Basis inhaltlicher Schnittmengen geführt. Wenn die Grünen als stärkste Kraft nicht nach inhaltlichen, sondern machttaktischen Erwägungen entscheiden, liegt das nicht an uns.

          Die Grünen werfen der Linken ihr Auftreten vor. Es heißt, sie sei selbstbewusst und breitbeinig aufgetreten. Können Sie das nachvollziehen?

          Nein. Ich finde den Ausdruck „breitbeinig“ bei einer überwiegend weiblichen Delegation komisch. Aber selbstbewusst? Ja, so treten wir auf, warum auch nicht. Wir werten das aber nicht als Vorwurf, das ist ein großes Kompliment. Wir haben in den Gesprächen immer wieder klargemacht, dass bei der Priorisierung der politischen Ziele der stärkste Partner, also die Grünen, weniger Kompromisse eingehen muss als der kleinere Partner. Das war nie eine Frage.

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